Fußball in Berlin : Berliner Fußball-Amateurvereine attackieren DFB

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Berlin. Die einen sprechen von einer großen Gefahr für die Nachwuchsarbeit. Andere von einer Zwangs-Zentralisierung und Vereinheitlichung der Talentförderung. Dritte gar von einer Kampfansage des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) an die Amateure. Es regt sich Widerstand unter den Berliner Amateurfußball-Vereinen.

„Das ist der Versuch des DFB, uns komplett aus der Entwicklung der jungen Spieler herauszuhalten“, sagt etwa Kamyar Niroumand, Präsident des FC Hertha 03 Zehlendorf. Carsten Maaß, Geschäftsführer des SV Empor und über 24 Jahre lang hauptamtlich für den Berliner Fußball-Verband (BFV) im Bereich Talentförderung tätig, stimmt ihm zu: „Der DFB will so seine Investitionen in die DFB-Akademie und die DFL ihre Investitionen in ihre Nachwuchsleistungszentren gegenüber der Konkurrenz der Amateurvereine sichern. Hierbei muss man aber sagen, dass es bundesweit ambitionierte Amateurvereine gibt, die wesentlich bessere Arbeit leisten als einige der Leistungszentren.“

Berliner Amateure lehnen Teile des DFB-Projekts „Zukunft“ ab

Der Stein des Anstoßes, der die Gemüter so erhitzt, nennt sich ganz schlicht „Projekt Zukunft“. Angekündigt vom DFB-Präsidium unter Oliver Bierhoff nach dem peinlichen Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft in der Vorrunde der Weltmeisterschaft in Russland 2018 und in Zusammenarbeit mit der Deutschen Fußball Liga (DFL) entwickelt, soll dieser Masterplan dazu führen, dass sich das deutsche Team perspektivisch zurück an die Weltspitze kämpfen kann. Hierzu sollen eins...

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