Klos stellt Fußball-Entfremdung zu Fans fest

SID
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Kapitän Fabian Klos vom Bundesligisten Arminia Bielefeld nimmt während der Coronakrise eine zunehmende Entfremdung zwischen Profifußball und Fans wahr.

"Je länger die Pandemie mit all ihren Auswirkungen dauert, werden sich die Leute mehr und mehr von dem Fußball, wie wir ihn kennen und lieben gelernt haben, entfernen", sagte der 33-Jährige dem Westfalen-Blatt.

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Persönlich halte auch er "relativ wenig von diesem ganzen Fußball-Überschuss" in der aktuellen Phase und führte als Beispiel die Corona-Infektion von Bayern-Star Thomas Müller bei der Klub-WM an: "Das ist für mich ein Beleg dafür, dass in der jetzigen Pandemie-Zeit solche Geschichten nicht zwingend notwendig sind. Überspitzt formuliert kann man den Eindruck gewinnen: Wir leben in einer weltweiten Pandemie, aber selbst wenn jetzt noch zwei Drittel der Welt in Flammen stehen würden, dann würden wir immer noch Fußball spielen müssen."

Dennoch ist Klos überzeugt, dass mit dem Ende der Pandemie auch die Zuneigung der Fans zurückkehren wird. "Vielleicht setzt sogar eine Art Boom ein, weil die Menschen einfach Bock darauf haben, wieder ins Stadion zu gehen", glaubt Klos, der sich explizit gegen eine Impf-Bevorzugung für Spitzensportler ausspricht: "Es gibt Menschen, die definitiv vor uns drankommen sollten, weil andere diese Impfung viel nötiger brauchen."