FRWeekly-Briefing: DAX up, Euro down

 

In der letzten Woche regierten die Bullen den DAX, die Bären den Euro. Experten sind sich einig: so wird es weitergehen.

Für den Euro endete in der vergangenen Woche die seit Jahresbeginn anhaltende Aufwertung gegenüber dem US-Dollar. Um satte drei Cent fiel der Euro-Dollar-Kurs, zurück auf 1,17. Experten hatten den Setback bereits erwartet. Im Grunde genommen erkläre sich die die aktuelle Euro-Schwäche aus dem vorigen Anstieg, erläutert Finanzmarktexperte Christian Apelt von der Helaba die Kursrückgänge: „Die Aufwertung des Euro war zwar in der Tendenz fundamental gerechtfertigt“, so Apelt, „ das Ausmaß jedoch klar überzogen“. Er gehe daher von einer weiteren Korrekturbewegung aus.  

Der (Shenzhen: 002631.SZ - Nachrichten) gleichen Meinung ist die Commerzbank (Xetra: CBK100 - Nachrichten) . Die von Janet Yellen geweckten Zinserhöhungserwartungen in den USA verbunden mit den angekündigten Steuerplänen von Präsident Trump würden den Dollar tendenziell stärken.  

Blendende Aussichten im DAX

Trotz der jüngsten Eintrübung im ifo-Geschäftsklimaindex gehen Experten davon aus, dass die aktuelle Rally weiter gehen wird. Die Stimmung sei trotz der jüngsten Eintrübungen weiterhin außergewöhnlich, konstatiert Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe die Lage.

Der DAX habe einen stabilen Richtungsumschwung vollzogen, heißt es bei „börse-online“. Die in der ersten Jahreshälfte zwischen 12.840 und 12.950 markierten Zwischenhochs seien die letzten Hindernisse auf dem weiteren Weg (Sao Paolo: R2:WEGE3S.SA - Nachrichten) nach oben, die positive Tendenz des Marktes dürfte kaum dauerhaft zu brechen sein; der DAX habe Potenzial bis fast an die 14.000er Marke. 

Die Experten der Commerzbank stoßen ins gleiche Horn. Sollten von geopolitischer Seite keine Risikoaversionen aufkommen, gehe es mit dem DAX weiter bergauf. 
Die Börse liege jetzt nur noch einen Katzensprung vom Allzeithoch bei 12.950 Punkten entfernt, so Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets (London: CMCX.L - Nachrichten) . „Wenn nicht heute, sollte es in den nächsten Tagen zumindest getestet werden“, so Stanzl.

 

(DW)