FRWeekly-Briefing: DAX vor Jahresendrallye

Auf lange und mittlere Sicht erwarten Experten eine Fortsetzung der DAX-Rallye. Für die Woche zeigen sie sich uneins. Asiatische Börsen tendieren ins Minus, Bitcoin Richtung 10.000 USD.

Zum ersten Advent hin wird es kälter in Deutschland, oder anders ausgedrückt: die Thermometer-Trends sinken. Dagegen steigen die Erwartungen an eine Jahresendrallye im DAX. Zuletzt hielt sich der Leitindex vornehm zurück. In der abgelaufenen Handelswoche stand am Ende ein leichtes Plus von 0,4 %.

Dafür zeichnete auch das Widererstarken des Euro gegenüber dem US-Dollar verantwortlich. Der Euro präsentiert sich auch weiterhin stark gegenüber dem US-Dollar. Er dotiert aktuell bei 1,19 USD. Experten fürchten, dass der Kurs auch in dieser Woche auf den DAX drücken könnte.  Ob sich der DAX davon beeindrucken lässt, bleibt abzuwarten. Die Rahmenbedingungen könnten jedenfalls nicht besser sein. „Die Stimmung kennt nur eine Richtung – nach oben“, meinen die Experten der BayernLB. Insgesamt weise vieles darauf hin, dass die Konjunktur auch zum Jahresende kraftvoll bleibe. Besonders für die deutsche Wirtschaft sehen die LBler „keine Wolke am Horizont“. Kein Wunder, dass die Anleger sich sorglos im Markt bewegen. Für Markus Reinwand, CFA bei der Helaba, haben Aktientitel derzeit „den Nimbus der Unverwundbarkeit erlangt“ und das, obwohl sie mittlerweile am Rande der Überbewertung stünden. Das (Shenzhen: 002421.SZ - Nachrichten) positive Marktumfeld beflügele den DAX, konstatieren die Analysten der Deutschen Bank zum Wochenbeginn.Für die lange Sicht bleibt die Aussicht positiv. Andreas Büchler, Gründer des Research-Hauses Quarat AG, attestiert dem DAX gesundes Potential. Der Aufwärtstrend sei langfristig intakt, er reiche mindestens bis an die 14.000er-Marke. 


Bitcoin-Spekulationen treiben Kurs auf die 10.000  


Quelle: Bloomberg


Auf immer neuen Rekordhöhen wandelt auch de4r Bitcoin. Der Kurs der bekanntesten unter den Krypto-Währungen dotierte am frühen Montagmorgen um 9700 USD. Er ist seit Jahresbeginn um gut 950 % gestiegen. Vor einem Jahr lag er bei 737 USD. Die frühen Anleger wird der rasante Anstieg freuen. Die Deutsche Bank hatte in der vergangenen Woche in Person ihres Chef-Strategen Ulrich Stephan vor Investitionen in das hochspekulative Währung gewarnt, da es an realem Gegenwert und Regulierung mangele.

Abwärts in Asien

In Asien setzt sich die Korrektur fort. In der letzten Handelswoche waren die wichtigsten Börsen Asiens unter Druck geraten. Der (Shenzhen: 002631.SZ - Nachrichten) japanische Nikkei-Index schloss am Montag 0,2 Prozent tiefer bei22.495 Punkten. Abverkäufe bei Technologiewerten hatten den Index unter Druck gesetzt.

Gerade kurzfristig unter Druck: Nikkei 225



Quelle: Bing

Auch der Hang Seng befindet sich den fünften Handelstag in Folge im Sinkflug. Er dotiert gut ein Prozent unter dem Höchstwert der Vorwoche. Laut Nachrichtenagentur Reuters sind Anleger in China wegen der angekündigten strengeren Regulierung des Finanzmarktes verunsichert. Sie fürchten einen Rückgang der Handelsumsätze an den Aktien Märkten. Abgerutscht um knapp 1,4 Prozent ist der südkoreanische Leitindex Kospi. Der Markt reagierte empfindlich auf die Nachricht eines möglichen Endes des Chipbooms. Die Aktie des Elektronik Riesen Samsung büßte kurzzeitig um 5 % ein. 

(DW)