UN-Umweltgipfel Stockholm+50 beginnt: #FridaysForFuture wollen protestieren

Ukraine-Krieg, Corona-Pandemie, Wirtschaftskrise - war da nicht noch was? Genau: der Klimawandel. Junge Umweltschützer:innen sind ziemlich frustriert.

An diesem Donnestag beginnt in Stockholm die UN-Konferenz Stockholm+50 - genau 5 Jahrzehnte nach ersten Weltumweltkonferenz und der Gründung des UN-Umweltprogramms UNEP im Jahr 1972.

Tausende Teilnehmer werden erwartet, unter ihnen UN-Generalsekretär António Guterres, mehrere Staats- und Regierungschefs, Dutzende Ministerinnen und Minister sowie zahlreiche Klima- und Umweltschützer.

#FridaysForFuture sind auch dabei - und werden sich Gehör vershaffen. Denn: Zu Feiern gäbe es da nichts, erklärt der deutsche Klimaaktivist Falk Schröter in Stockholm. "Denn die Klimakrise ist immer noch da und hat sich in den letzten Jahren noch verschlimmert. Ein Großteil der politischen Maßnahmen habe dazu beigetragen, den Klimawandel auf verschiedene Weise zu beschleunigen."

Maria Cecilia Quaglino aus Argentinien meint: "Ich erwarte von den Politikern, dass sie aufhören, zu lügen über die Vereinbarungen und die Pläne, wie wir das in den letzten 50 Jahren erlebt haben."

Die Stimmung ist gedrückt - aber die Motivation dennoch vorhanden. Zur Jubiläumskonferenz in der kommenden Woche ist mit lautstarken Protesten zu rechnen.

"Das ist es, was mir Hoffnung gibt", sagt die deutsche Klimaaktivistin Eva Kroschel, "dass verschiedene Aktivisten daran arbeiten und nicht Politiker, denn die Veränderung wird von der Straße kommen und nicht von oben."

Während Regierungsvertreter aus aller Welt, vom 2.-3. Juni, auf Einladung Schwedens Bilanz ziehen aus 50 Jahren Umweltpolitik, und, laut Ankündigung Vereinbarungen zur beschleunigten Umsetzung globaler Nachhaltigkeitsziele treffen, werden #FridaysforFuture kräftig auf die Töpfe schlagen.

Klimakampf-Ikone Greta Thunberg schrieb auf Twitter: "Nur noch eine Woche bis zum großen Klimastreik in Stockholm!"

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