Froome selbstkritisch: "Olympia-Platz nicht verdient"

SID
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Froome selbstkritisch: "Olympia-Platz nicht verdient"
Froome selbstkritisch: "Olympia-Platz nicht verdient"

Der britische Radstar Chris Froome schätzt angesichts seiner anhaltenden Formschwäche die Chance auf eine Olympiateilnahme realistisch ein.

"In der derzeitigen Verfassung, das kann ich mit mir im Reinen sagen, würde ich keinen Startplatz in Tokio verdienen", sagte der viermalige Toursieger der Gazzetta dello Sport: "Natürlich hoffe ich aber, dass sich meine Form vor der Tour de France und somit auch vor Olympia noch bessert."

Froome, der am 20. Mai 36 Jahre alt wird, hatte bei der am Freitag beendeten Tour of the Alps in Norditalien nur den 93. Platz mit mehr als 50 Minuten Rückstand auf den britischen Sieger Simon Yates belegt, immerhin Achter war er im Bergklassement der kletterlastigen Rundfahrt.

Seit seinem schweren Sturz vor zwei Jahren im Rahmen des Criterium du Dauphine, als er sich diverse schwere Brüche zuzog, ist Froome ein Schatten seiner selbst. Auch der Wechsel ins Team Israel Start-up Nation an die Seite der deutschen Profis Andre Greipel und Rick Zabel brachte nicht den erhofften Aufschwung für den Olympiadritten im Zeitfahren von 2012 und 2016.

Den Weg ins Israel-Team beeinflusste auch der Gedanke an die Zeit nach der Profilaufbahn. "Ich bin die Verpflichtung im Hinblick auf das Ende meiner Karriere und die Möglichkeiten danach eingegangen", sagte der gebürtige Kenianer: "Ich wollte beim Aufbau eines Grand-Tour-Programm mitarbeiten und die Grundlagen für ein Team legen, das einmal die Tour de France gewinnen kann. Ich liebe den Radsport und würde ihm gerne nach meiner Karriere erhalten bleiben - ISN ist da definitiv eine Option."