Frizz: Das hilft gegen die krause Mähne

Claudia Enders
·Lesedauer: 3 Min.

Die Haare stehen zu Berge und kräuseln sich – ein ganz klarer Fall von Frizz! Wie Frizz entsteht und was Sie dagegen tun können, erfahren Sie hier.

Frizz Haare
Frizz Haare

Frizz – Was ist das?

"Frizz" ist Englisch und bedeutet übersetzt "Krause (Haare)". Wenn Ihre Haare von Frizz betroffen sind, stehen sie plötzlich in alle Richtungen ab, verlieren ihren Glanz und sehen spröde aus. Frizz entsteht, wenn die äußere Schuppenschicht der Haare (Cuticula) nicht mehr eng anliegt (wie es bei gesundem, glänzendem Haar der Fall ist), sondern aufgeraut wird. Das kann vielerlei Ursachen haben, wie zum Beispiel die zu häufige Verwendung von Styling-Tools oder zu viel trockene Heizungsluft. Die aufgerichtete Schuppenschicht sorgt dafür, dass das Haar trocken und spröde wird. Diesem Feuchtigkeitsverlust versucht das Haar entgegenzuwirken, indem es Feuchtigkeit von außerhalb aufnimmt. Die Feuchtigkeit lagert sich infolgedessen allerdings unter den Haarschüppchen an. Was folgt, kennen wir nur zu gut: krauses und abstehendes Haar.

Grundsätzlich kommt Frizz bei Locken sowie krausem oder gewelltem Haar häufiger vor als bei glattem.

Wodurch wird Frizz begünstigt?

  • Haare färben: Wenn Sie Ihr Haar häufig färben, kann das die Haarstruktur in Mitleidenschaft ziehen und somit auch Frizz begünstigen.

  • Styling: Styling-Tools, bei denen Hitze angewendet wird, können ebenfalls die Haare angreifen. Deswegen empfiehlt sich hier immer vorbeugend einen Hitzeschutz aufzutragen und Glätteisen & Co. nicht zu häufig anzuwenden.

  • Sonne: Zu viel Sonne sorgt ebenfalls für trockenes und sprödes Haar.

  • Heizungsluft im Winter: Die trockene Heizungsluft wirkt sich auch auf unsere Haare aus und entzieht ihnen Feuchtigkeit. Die nasskalte Luft beim Verlassen des Hauses lässt den ungeliebten Frizz dann schnell entstehen … Schuld daran ist der Wechsel zwischen trockener, warmer und nasskalter Luft.

  • Aufgeladene Haare: Sie ziehen sich einen Wollpullover über oder setzen sich eine Mütze auf … und zack fliegen die Haare durch die elektrostatische Aufladung.

Das können Sie gegen Frizz tun: 6 Tipps

Hier haben wir 6 Tipps & Tricks zusammengestellt, die Ihnen helfen, gegen Frizz im Haar vorzugehen:

  • Seltener Haare waschen: Vielen Frauen fällt es eher schwer, die Haare weniger zu waschen. Doch hat das durchaus etliche Vorteile: Nicht nur, dass die Kopfhaut sich allmählich daran gewöhnt und nicht mehr so schnell nachfettet, sondern den Haaren wird so auch noch weniger Feuchtigkeit entzogen. Testen Sie sich allmählich heran, die Haare nur alle zwei oder drei Tage zu waschen.

  • Feuchtigkeitspflege: Um trockenen Haaren entgegenzuwirken, können Sie gezielt ein Feuchtigkeitsshampoo einsetzen und dazu einen Conditioner verwenden. Auch regelmäßige Haarmasken oder ein spezieller Anti-Frizz-Balsam rücken gezielt der krausen Mähne zu Leibe.

  • Pflegeprodukte, die zusätzlich helfen: Es gibt viele pflanzliche Öle, die nicht nur die Haut mit Nährstoffen und Feuchtigkeit versorgen, sondern auch die Haare sehr gut pflegen. Es bieten sich zum Beispiel Arganöl, Mandelöl, Karottenöl oder Aprikosenkernöl an, die ins feuchte Haar einmassiert werden. Alternativ können aber auch Haarcremes oder Haarseren aus dem Handel zum Einsatz kommen.

  • Haare richtig trocknen: Raus aus der Dusche, schnell das Haar durchrubbeln und dann kopfüber mit dem heißen Föhn trocken pusten – da ist Frizz irgendwann vorprogrammiert! Besser: Haare in ein Microfaser-Tuch einwickeln und sanft ausdrücken, anschließend vom Ansatz Richtung Spitzen föhnen, sodass die Cuticula geschlossen und nicht aufgeraut wird (vorher Hitzeschutz auflegen).

  • Haare kämmen: Unsere Kopfhaut produziert Talg, der das Haar vorm Austrocknen schützt. Kämmen Sie ihre Haare regelmäßig mit einer groben Bürste oder einem Kamm durch – so kann der natürliche Talg ganz einfach in den Haaren verteilt werden und diese pflegen und schützen.

Extra-Tipp: Am Abend war noch alles gut und am nächsten Morgen sind Sie mit Frizz aufgewacht? Nutzen Sie doch mal ein Seidenkopfkissen: Es wirkt antistatisch und hilft so, Frizz entgegenzuwirken.

Hier erfahren Sie außerdem, wie Spliss entsteht, welches Öl für die Haare geeignet ist und was Sie gegen schnell fettende Haare unternehmen können.