235 Millionen Euro für Tuchel?

235 Millionen Euro für Tuchel?
235 Millionen Euro für Tuchel?

Der FC Chelsea kann wohl endlich aufatmen.

Die britische Regierung hat dem Verkauf des zweimaligen Champions-League-Siegers an eine Investorengruppe um US-Unternehmer Todd Boehly zugestimmt. Der Preis für den Londoner Klub beträgt umgerechnet rund fünf Milliarden Euro. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Premier League)

Zuletzt hatte Chelsea aufgrund der Sanktionen gegen den bisherigen Besitzer Roman Abramowitsch weder Vertragsverlängerungen noch Neuverpflichtungen tätigen können. Bei erfolgreicher Übernahme durch Boehly kann der Klub jedoch endlich wieder auf Einkaufstour gehen.

Trainer Thomas Tuchel bekommt dafür offenbar einen ordentlichen Geldbetrag zur Verfügung gestellt. Laut The Telegraph kann der deutsche Coach für diesen Sommer mit umgerechnet 235 Millionen Euro für Transfers planen.

Chelsea muss Abgänge in der Defensive kompensieren

Mit dieser Investition will Chelsea den Rückstand in der Premier League auf den FC Liverpool und Meister Manchester City aufholen. Die Blues beendeten die Saison 2021/22 zwar auf dem dritten Rang, jedoch mit 19 Punkten Abstand auf die Spitze. (DATEN: Die Tabelle der Premier League)

Dabei dürfte im kommenden Transferfenster auf die Londoner besonders viel Arbeit zu kommen. Die größte Baustelle stellt ohne Frage die Defensive dar: Der Abgang von Antonio Rüdiger zu Real Madrid steht bereits fest, zudem läuft der Vertrag von Andreas Christensen aus.

So klafft in der Innenverteidigung der Blues bereits jetzt eine große Lücke. Verschärft wird die Situation dadurch, dass auch die Zukunft der Abwehrspieler Cesar Azpilicueta und Marcos Alonso als unklar gilt. Die Spanier sind nur noch bis 2023 an den Klub gebunden.

Die Vorzeichen deuten demnach auf einen größeren Umbruch in der Chelsea-Verteidigung hin. Dementsprechend wird ein Großteil des Transferbudgets wahrscheinlich in diesen Mannschaftsteil investiert werden. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Premier League)

Tuchels erste Wahl heißt Koundé

Britischen Medien zufolge hat sich vor allem Jules Koundé vom FC Sevilla als Kandidat in den Fokus von Tuchel gespielt. Der französische Nationalspieler, dessen Marktwert auf 60 Millionen Euro geschätzt wird, sei die erste Wahl des 48-Jährigen.

Daneben soll Chelsea auch an Josko Gvardiol von Bundesligist RB Leipzig interessiert sein. Allerdings müssten die Sachsen zunächst Verhandlungsbereitschaft signalisieren, damit ein Deal mit dem 20-Jährigen überhaupt zu Stande kommen könnte.

Weitere Namen, die auf dem Zettel der Blues stehen sollen, sind Pau Torres (FC Villarreal) und Wesley Fofana (Leicester City). Um letztlich mindestens zwei der genannten Defensivakteure nach London lotsen zu können, dürften bereits über 100 Millionen Euro fällig werden.

Wird Sterling ein Thema für den Angriff?

Aber nicht nur die Abwehr will der Premier-League-Klub verstärken. Auch der frischgebackene Meister Raheem Sterling von Manchester City hat offenbar das Interesse an der Stamford Bridge geweckt. Mit seinem in 2023 auslaufenden Vertrag könnte ein Wechsel des Angreifers bereits in diesem Sommer zum Thema werden.

Zuletzt war außerdem Ivan Perisic mit einem Wechsel zum FC Chelsea in Verbindung gebracht worden. Der Kroate wäre ablösefrei verfügbar, sofern er nicht noch einen neuen Vertrag bei Inter Mailand unterschreibt.

Doch auf der Agenda von Tuchel & Co. steht nicht nur die Verpflichtung von neuen Spielern. N‘Golo Kanté und Jorginho werden mit Start der neuen Spielzeit in ihr letztes Vertragsjahr bei den Blues gehen. Letztgenannter wird offenbar von Juventus Turin umworben, weshalb ein Abgang nicht als ausgeschlossen gilt.

Verträge von Leistungsträgern sollen verlängert werden

Hingegen hält Tuchel wohl nach wie vor große Stücke auf Schlüsselspieler Kanté. Der 31-jährige Franzose soll deshalb nach dem Willen der Verantwortlichen seinen Vertrag bei Chelsea verlängern.

Mit Reece James und Mason Mount könnten ebenfalls zwei Eigengewächse neue Arbeitspapiere unterschreiben, auch wenn deren jeweilige Verträge noch bis 2025 bzw. 2024 laufen. Allerdings befürchten die Verantwortlichen bei beiden Spielern einen Wechselwunsch, da sie trotz ihres Talents nicht zu den Besserverdienern im Klub zählen.

Neben den Abgängen in der Defensive gibt es noch weitere Akteure, von denen sich die Blues trennen könnten. Teil der jüngsten Spekulationen in den Medien sind vor allem Hakim Ziyech, Kepa Arrizabalaga, Christian Pulisic und DFB-Stürmer Timo Werner. SPORT1 berichtete bereits Ende März über den Wechselwunsch des deutschen Angreifers.

Was passiert mit Lukaku?

Ungewiss scheint auch die Zukunft von Romelu Lukaku. Der Belgier erlebte nach seiner Rückkehr auf die Insel eine durchwachsene Saison (acht Tore in 26 Ligaeinsätzen). Bei Chelsea hofft man auf ein besseres zweites Jahr des belgischen Nationalspielers, auch weil er die komplette Vorbereitung unter Tuchel absolvieren wird.

Abseits der sportlichen Weiterentwicklung und der damit verbundenen Transferaktivitäten hat der wohl künftige Besitzer Boehly auch die Infrastruktur im Blick.

Bereits seit Jahren soll die Stamford Bridge mit ihren rund 42.000 Plätzen umgebaut werden. Unter der Führung des US-Amerikaners könnten die Stadion-Pläne möglicherweise realisiert werden.

Fest steht bereits jetzt: Nach dem Wirbel um Abramowitsch und den damit einhergehenden Restriktionen kann der FC Chelsea wieder auf eine bessere Zukunft blicken.

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