Modellprojekt: Schulen in Friedrichshain-Kreuzberg testen veganes Essen

In Friedrichshain-Kreuzberg soll es nur noch an ein oder zwei Schulen ein rein pflanzliches Mittagessen getestet werden.

Aus Kostengründen wird es nur an ein oder zwei öffentlichen Schulen in Friedrichshain-Kreuzberg ein veganes Menü geben. Dazu ist ein Modellprojekt geplant. Das vegane Menü wird nur einmal pro Woche angeboten, als Ersatz für das schon vorhandene vegetarische Mittagsangebot. Auf diesen Kompromiss haben sich jetzt die Bezirksverordnetenversammlung und die Initiatoren des Veggie-Bürgerbegehrens geeinigt.

Die ursprüngliche Forderung des Begehrens ging wesentlich weiter: Bei der Essensversorgung der bezirklichen Einrichtungen, also aller Schulen in der Trägerschaft des Bezirks und in der Rathauskantine, sollte täglich ein zusätzliches Menü, das ohne Tierprodukte zubereitet ist, als Ergänzung eingeführt werden. Das Bezirksamt hatte dazu im Vorfeld eine Abschätzung der Kosten vorgenommen. Der Portionspreis der veganen Mahlzeit würde den der bisher angebotenen Essen voraussichtlich um 1,25 Euro übersteigen, so die Annahme der Verwaltung. Wenn sich nur 15 Prozent der Schüler am veganen Essen beteiligen, entstünden zusätzliche Kosten von fast 300.000 Euro für den Bezirkshaushalt.

Initiatoren des Veggie-Bürgerbegehrens sind die Organisation Sentience Politics, der Vegetarierbund Deutschland und die Albert-Schweitzer-Stiftung für unsere Mitwelt. Die Haltung von Nutztieren sei eine der Hauptursachen für den Klimawandel, so ihre gemeinsame Begründung für das Bürgerbegehren. Der hohe Einsatz von Antibiotika bei der Haltung von Nutztieren trage massiv dazu bei, dass sich multiresistente Keime b...

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