Friedrich vs. Friedrich: So heiß wird das Berlin-Derby

Niclas Löwendorf
·Lesedauer: 3 Min.
Friedrich vs. Friedrich: So heiß wird das Berlin-Derby
Friedrich vs. Friedrich: So heiß wird das Berlin-Derby

Am Sonntagabend ist es wieder so weit: Das vierte Hauptstadt-Derby in der Fußball-Bundesliga zwischen Union Berlin und Hertha BSC findet im Stadion an der Alten Försterei statt (ab 18 Uhr im LIVETICKER).

Hertha BSC kann nach dem Sieg vergangene Woche mit Rückenwind in das anstehende Derby starten. "Es würde mich freuen, wenn wir nach dem Leverkusen-Sieg am Sonntag so weitermachen würden", erklärt Sportdirektor Arne Friedrich bei SPORT1.

DAZN gratis testen und die Bundesliga auf Abruf erleben | ANZEIGE

Dennoch sieht es für Hertha BSC derzeit deutlich düsterer aus als für den kommenden Gegner. Hertha BSC befindet sich mit 24 Punkten nur knapp über den Abstiegsrängen. Arne Friedrich fasst zusammen: "Wir müssen gewinnen, stehen mit dem Rücken zur Wand. Union hat eine ganz andere Ausgangslage, Platz 7 liegt mit Sicherheit über ihren Erwartungen. Wir stehen weit unter unseren Erwartungen. Dementsprechend ist natürlich der Druck auf unseren Schultern."

Dennoch hat auch Union Berlin noch eine Rechnung offen: Im Hinspiel musste man eine bittere 1:3 Niederlage gegen den Erzrivalen hinnehmen. "Wir haben Bock drauf, nach dem Hinspiel etwas gutzumachen. Wir wollen unseren Fans etwas zurückgeben – am besten die drei Punkte", gibt sich Union-Verteidiger Marvin Friedrich bei SPORT1 optimistisch.

Dennoch will er von einer möglichen Qualifikation für das internationale Geschäft aktuell nichts wissen: "Davon sind wir noch weit weg, auch wenn es gerade in der Tabelle etwas anders aussieht. Ich glaube, dass Hertha eine enorme Qualität hat, das hat man gegen Leverkusen gesehen. Wir sind gewarnt, wir wissen, dass Hertha viele Top-Spieler hat und wir wissen, was auf uns zukommt."

Arne Friedrich: "Werden wieder vor Union stehen"

Mit 37 Punkten ist Union aktuell in Reichweite zu den internationalen Plätzen.

Die gute Saison an der Alten Försterei wurde auch bei Hertha BSC zur Kenntnis genommen: "Bei Union wird tolle Arbeit geleistet, das erkennen wir absolut an. Aber es ist eine Momentaufnahme. Jetzt haben wir das Ziel, in der Liga zu bleiben, aber im nächsten Jahr werden wir uns natürlich nicht damit zufriedengeben. Und dann wollen und werden wir wieder vor Union stehen", zeigt sich Arne Friedrich kämpferisch.

Der CHECK24 Doppelpass mit Achim Beierlorzer am Sonntag ab 11 Uhr im TV auf SPORT1

Marvin Friedrich predigt trotz der hervorragenden Leistungen seiner Unioner Bescheidenheit: "Wir spielen momentan eine sehr gute Saison, aber ich werde mich über etwaige Ziele nicht äußern. Wir müssen in jedem Spiel sehr viel arbeiten. Unser Saisonziel ist und bleibt der Klassenerhalt." Für ihn ist Union in jedem Fall ein "Verein, der in die Bundesliga gehört."

Marvin Friedrich motiviert sich mit Derby-Videos

Arne Friedrich ist zuversichtlich, dass auch Hertha BSC der Bundesliga erhalten bleiben wird: "Ich glaube, dass wir bis zum Ende der Saison darum kämpfen werden, in der Liga zu bleiben. Aber ich bin optimistisch, dass wir es schaffen." Dabei macht ihm ein Faktor besonders Hoffnung: "Ich habe das Gefühl, dass die Mannschaft zueinander findet, dass sie auf dem Platz besser harmoniert. Pal Dardai kann fast aus den Vollen schöpfen."

Union-Spieler Marvin Friedrich weiß dagegen um die Heimstärke seines Teams und "fühlt sich an der alten Försterei einfach wohler". Auch wenn das Spiel ohne Fans stattfinden muss, ist Marvin Friedrich vor dem Derby hochmotiviert: "Ich guck mir schon noch ein paar Videos an, was nach dem Sieg oder auch während des Spiels abging. Ich freu mich drauf, auch wenn es schade ist, dass die Fans nicht dabei sein können. Deswegen müssen wir noch mehr für sie spielen."