Friedensnobelpreis für 103,5 Mio Dollar versteigert - für Kids in der Ukraine

Dmitri Muratow bekam im vergangenen Jahr den Friedensnobelpreis. Der Kreml-Kritiker und Mitgründer der russischen Zeitung "Nowaja Gaseta" hat jetzt seine Friedensnobelpreismedaille versteigern lassen – für den Rekorderlös von umgerechnet rund 98 Millionen Euro. Der Erlös soll an das Hilfsprogramm für geflüchtete ukrainische Kinder des UN-Kinderhilfswerks UNICEF gehen. Den Zuschlag sicherte sich ein anonymer Bieter per Telefon.

Dmitrij Muratow erklärte seine Initiative so: "Ja, wir haben in der Zeitung das Gefühl der Hilflosigkeit gespürt, denn der Kampf hat begonnen, Menschen sterben, und mein Land ist in all das verwickelt? Unser Land! Und wir wussten nicht, was wir tun konnten. Und dieses Gefühl der Hilflosigkeit, das wir ab dem 24. Februar hatten, ist vielen bekannt."

Muratow hatte bereits angekündigt, für einen guten Zweck auch sein Nobelpreisgeld von umgerechnet mehr als 470.000 Euro zu spenden.

Er mache sich Sorgen um Kinder, die wegen des Kriegs zu Waisenkindern geworden seien. Die Auktion solle als Inspiration dienen, "damit die Leute ihren wertvollen Besitz versteigern, um Ukrainern zu helfen".

Die Friedensnobelpreismedaille besteht aus 175 Gramm Gold – würde man sie einschmelzen, hätte sie einen Wert von umgerechnet rund 9.500 Euro.

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