Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu mit 90 Jahren gestorben

·Lesedauer: 1 Min.

Der südafrikanische Menschenrechtler und Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu ist tot. Er starb Medienberichten zufolge im Alter von 90 Jahren.

Desmond Tutu setzte sich gegen die Apartheid in Südafrika ein. (Bild: 2011 KRISTIN CALLAHAN - ACE PICTURES/ImageCollect.com)
Desmond Tutu setzte sich gegen die Apartheid in Südafrika ein. (Bild: 2011 KRISTIN CALLAHAN - ACE PICTURES/ImageCollect.com)

Der ehemalige südafrikanische Erzbischof und Menschenrechtler Desmond Tutu ist im Alter von 90 Jahren gestorben. Die Nachricht über das Ableben Tutus, der sich Zeit seines Lebens gegen die Apartheid in seiner Heimat eingesetzt hat, teilte laut übereinstimmenden Medienberichten Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa (69) mit. "Im Namen aller Südafrikaner" drücke er "seine tiefe Trauer über den Tod" von Desmond Tutu aus.

Tutu hatte es sich zur Aufgabe gemacht, die Welt über die sozialen Ungerechtigkeiten in Kenntnis zu setzen, die der schwarzen Bevölkerung Südafrikas durch eine weiße Minderheit widerfahren sind. Gleichzeitig setzte er sich für eine Versöhnung zwischen den Bevölkerungsgruppen durch einen gewaltlosen Wandel ein. 1984 wurde er für seinen Einsatz mit dem Friedensnobelpreis geehrt, zwei Jahre später zum Erzbischof von Kapstadt ernannt. 

Lebenslanger Kampf gegen Ungerechtigkeit 

Ab 1995 wurde er zudem Vorsitzender der südafrikanischen Wahrheits- und Versöhnungskommission. Auch für die Rechte von Homosexuellen in Südafrika kämpfte Tutu und unterstützte etwa die Eheöffnung für gleichgeschlechtliche Paare. 

Im Jahr 2019 gingen Bilder um die Welt, die Tutu gemeinsam mit Prinz Harry (37) und Herzogin Meghan (40) zeigten. Die beiden hatten bei ihrer Afrika-Reise Söhnchen Archie dabei und stellten ihn Tutu vor. 

Bei Instagram bezeichnete das Paar Tutu damals als "einen der größten Kämpfer für Gleichheit", der sich "sein Leben lang unermüdlich gegen Ungerechtigkeit eingesetzt hat".

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.