Friedensgespräche in Sotschi ohne syrische Opposition

Die syrische Opposition nimmt an der von Russland einberufenen Syrien-Friedenskonferenz in Sotschi nicht teil. Das Syrische Verhandlungskomitee (SNC) schrieb auf Twitter, man werde die Konferenz boykottieren. Ein Sprecher der Opposition, Yahya al-Aridi, erklärte, zuviele Versprechen und Garantien seien schon von allen Seiten gegeben worden, die nicht eingehalten worden seien. Man sei dessen überdrüssig. "Wir brauchen echte Zusagen", sagte al-Aridi.

Die Vereinten Nationen haben noch nicht entschieden, ob sie an dem Dialog nächste Woche in Sotschi teilnehmen. UN-Sondergesandter Staffan de Mistura erklärte, es liege an UN-Generalsekretär Antonio Guterres zu entscheiden, was die Antwort auf die Einladung nach Sotschi sein werde.

In dem fast siebenjährigen Bürgerkrieg in Syrien sind mehr als 400 000 Menschen getötet worden. Moskau hatte signalisiert, dass die Konferenz in Sotschi ein Beitrag zu dem UN-geführten Friedensprozess sein solle. Russlands Außenminister Sergej Lawrow sagte, die Konferenz in Sotschi sei wichtig, um den Dialog zwischen den Konfliktparteien in Gang zu bringen.