Freundschaft: Allerbeste Freundinnen

Karla (l.) und Elsa sind dicke Freundinnen. „Wir sind wie Schwestern“, sagen sie

Die meisten Frauen können sich ein Leben ohne Freundinnen nicht vorstellen. Manchmal sind ihnen die "selbst gewählten Schwestern" sogar wichtiger als ein Partner oder die Familie – und als Sex sowieso: 91 Prozent der deutschen Frauen könnten im Leben "eher auf Sex verzichten" als auf ihre beste Freundin, ergab eine Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung im Jahr 2009. Warum bedeuten sich Freundinnen so viel? Was macht ihre Beziehungen aus, was unterscheidet sie von Männerfreundschaften? Welchen Stellenwert haben Gefühle wie Vertrauen, Rivalität und Eifersucht? Darüber hat die Berliner Autorin Susann Sitzler ("Geschwister") ein Buch geschrieben, in dem sie die komplexe Welt der Frauenfreundschaften im Detail beleuchtet. Wir haben sie zum Gespräch getroffen.

Frau Sitzler, in Ihrem neuen Buch "Freundinnen" lüften Sie viele Geheimnisse von Frauenfreundschaften. Die Antwort auf eine Beobachtung, die vor allem Männern ins Auge sticht, ist allerdings offen geblieben. Daher gleich hier die Frage: Warum bitte gehen Freundinnen immer zusammen auf die Toilette?

Susann Sitzler: (lacht) Also ich selbst mache das nur aus praktischen Gründen. Wenn man mal muss, ist es doch viel netter, zu zweit zu gehen, dann kann man miteinander quatschen. Frauen haben auf der Toilette ja auch noch viele andere Dinge zu tun: Sie pudern sich, schauen, ob mit den Haaren alles in Ordnung ist… Aber tatsächlich dient der Gang auch als eine Art soziale Auszeit. Es ist eine Möglichkeit, um sich abseits der Öf...

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