Wie ein Verputzer mit irrem Spitznamen die Darts-Elite aufmischt

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Wie ein Verputzer mit irrem Spitznamen die Darts-Elite aufmischt
Wie ein Verputzer mit irrem Spitznamen die Darts-Elite aufmischt
Wie ein Verputzer mit irrem Spitznamen die Darts-Elite aufmischt

Die große Überraschung ist perfekt!

Jonny Clayton hat sich mit dem Sieg gegen einen weiteren Premier-League-Debütanten José de Sousa den Titel bei der Unibet Premier League of Darts gesichert. Das Frettchen gewann in einem hochklassigen Finale mit 11:5 die Best-of-21-Serie.

Nach seinem Sieg sagte "The Ferret" (dt. das Frettchen) emotional: "Ich habe Wales wieder zurück auf die Karte gebracht, es ist so unvorstellbar und unglaublich hier zu sein." Er fuhr fort: "José ist so ein großartiger Spieler. Ich habe versucht bis zum Schluss cool zu bleiben, um über die Ziellinie zu kommen."

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Auch Final-Kontrahent de Sousa gratulierte ihm respektvoll: "Es war ein schwer umkämpftes Finale, Glückwunsch an Jonny zu seinem Sieg." (NEWS: Alles zum Darts)

Clemens prophezeit Erfolg von Clayton

Deutschlands bester Dartspieler Gabriel Clemens hatte den Triumph von Gabriel Clemens bereits vor Beginn der Premier League in diesem Jahr vorgesehen.

"Er ist von seiner Form vielleicht aktuell der beste Spieler auf der Tour. Er hat bei der Super Series drei Turniere gewonnen, hat ein Masters gewonnen" sagte Clemens im SPORT1-Interview über Clayton und ergänzte: "Für mich kann Clayton zur ganz großen Überraschung des Turniers werden."

Clayton belohnt sich für Entwicklung

Claytons Triumph ist auch der Lohn seiner Entwicklung über viele Jahre, da ihm kein kometenhafter Aufstieg vergönnt gewesen war.

Nach vielen wechselhaften Jahren schaffte er 2020 den endgültigen Durchbruch, als ihm mehrere Bestleistungen gelangen und er das Halbfinale der UK Open sowie der European Championship erreichte.

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Womöglich hätte Clayton bei dem letztgenannten Event sogar den ganz großen Wurf gepackt, aber ein Rechenfehler kostete ihn ein wichtiges Leg bei seiner 8:11-Niederlage gegen den späteren Sieger Wright. Viel Selbstvertrauen bescherte ihm dann der gemeinsame Triumph mit Gerwyn Price beim World Cup.

Seine gute Form hatte Clayton auch ins Jahr 2021 transportieren können. So gewann er überraschend das Masters, sein erster Einzel-Titel bei einem TV-Event.

Clayton arbeitet noch in Vollzeit

Was Clayton, der mit dem Einlauflied "Jonny B. Goode" von Chuck Berry aufläuft, von der restlichen Weltspitze unterscheidet: Wenn er nicht gerade auf der Darts-Bühne steht, arbeitet er immer noch in Vollzeit als Verputzer. Für einen Spieler seiner Klasse ungewöhnlich.

Noch ungewöhnlicher ist nur sein Spitzname: das Frettchen. Dieser stammt noch aus seinen Rugby-Tagen, auch wenn Clayton sich vor Jahren schon einmal einen neuen Darts-Spielnamen gewünscht hatte. Damals fand das jedoch relativ wenig Beachtung.

Nach dem Premier-League-Triumph kann er nun einen neuen Vorstoß wagen - wobei sich sein Spitzname bei den Darts-Fans jetzt wahrscheinlich endgültig ins Gehirn eingebrannt haben dürfte.

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