Fresenius Medical Care schlägt zu – Commerzbank hebt den Daumen

Marion Schlegel
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Fresenius Medical Care schlägt zu – Commerzbank hebt den Daumen

Die Tochterunternehmen von Fresenius befinden sich weiter in Übernahmelaune. Nachdem zuletzt Kabi die Übernahme des US-Pharmakonzerns Akorn und der Biosimilars-Sparte der Merck KGaA angekündigt und Helios im September vergangenen Jahres den Kauf von Quirónsalud, der größten Krankenhauskette Spaniens, bekannt gegeben hatte, schlägt nun auch Fresenius Medical Care (FMC) zu. Wie am heutigen Montag bekannt wurde, will FMC sein Geschäft in den USA weiter stärken und für insgesamt zwei Milliarden Dollar das Medizintechnik- und –dienstleistungsunternehmen NxStage Medical übernehmen. Der Deal soll voraussichtlich im kommenden Jahr zum Abschluss gebracht werden. Gemäß dem Merger Agreement hat sich Fresenius Medical Care North America verpflichtet, alle ausstehenden Aktien von NxStage Medical gegen eine Barzahlung in Höhe von 30,00 Dollar pro Stammaktie erwerben.

Aktie erneut unter Druck

Die ohnehin charttechnisch angeschlagene Aktie von FMC reagiert auf die heutige Übernahmemeldung mit einem weiteren Kursabschlag. Am frühen Nachmittag verliert das Papier 2,2 Prozent auf 77,40 Euro. Damit ist die Aktie knapp daran gescheitert, die 200-Tage-Linie wieder nach oben zu durchbrechen. Die nächsten wichtigen Unterstützungen warten nun im Bereich von 75 Euro. Bei knapp 74 Euro befindet sich das Jahrestief.

Die Analysten bewerten den Deal jedoch positiv. Commerzbank-Analyst Oliver Metzger hält den Vorstoß zur Marktführerschaft im Heimdialyse-Bereich für einen sinnvollen Schachzug. Immerhin sei der Regulierungsgegenwind beim Betrieb von Blutwäsche-Zentren zuletzt immer schärfer geworden. Zunächst werde eine Übernahme das Ergebnis je Aktie zwar mit drei Prozent belasten, ab 2020 aber einen Beitrag von etwa vier Prozent liefern.

DER AKTIONÄR rät dazu, vor einem Einstieg ein positives charttechnisches Signal wie den Sprung über die 200-Tage-Linie abzuwarten.