Freiwillige Helfer von Höhle in Thailand retten Baby nach Dammbruch in Laos

Die Gruppe hatte sich auf einen Hügel gerettet

Eine spektakuläre Rettung nach der nächsten: Freiwillige Helfer, die in Thailand an der Bergung des Fußballteams aus einer Höhle beteiligt waren, haben in Laos ein vier Monate altes Baby vor den Wassermassen des gebrochenen Staudamms gerettet. Ein am Freitag im Internet veröffentlichtes Video zeigte, wie sie den kleinen, halbnackten Jungen vorsichtig durch das hüfthohe, schlammige Wasser tragen.

Das Baby gehörte zu einer Gruppe von 14 Überlebenden, die sich nach dem Bruch des Xe-Namnoy-Staudamms am Montag auf einen Hügel gerettet hatten. Die Wassermassen des nach schweren Regenfällen gebrochenen Damms hatten mehrere Dörfer zerstört.

Die thailändischen Helfer wateten mehrere Kilometer weit durch schnell fließende Wassermassen, in denen Bäume und Trümmer trieben, um zu der Gruppe zu gelangen. "Das Baby hat geweint und sah verängstigt aus", sagte einer der Rettungshelfer, Kengkard Bongkawong. Fieber habe es aber nicht gehabt.

Bei dem Dammbruch in dem südostasiatischen Land starben mindestens 27 Menschen. Die Zahl der Vermissten korrigierte der Gouverneur der Provinz Attapeu, Leth Xiayaphone, am Freitag auf fünf. Zuvor war von 131 Vermissten die Rede gewesen. Eine Überprüfung der Angaben ist schwierig, da die Behörden in dem kommunistischen Land gegenüber ausländischen Medien auf Verschwiegenheit bedacht sind.

Die freiwilligen Helfer aus Thailand hatten sich erst kürzlich an der Rettung der Jungen-Fußballmannschaft und ihres Trainers beteiligt, die am 23. Juni in einer Höhle im Norden Thailands von Wassermassen eingeschlossen worden waren. Deren ebenso riskante wie dramatische Rettungsaktion sorgte weltweit für Aufsehen.