Freiwasser: Wunram wird WM-Siebte über zehn Kilometer

SID
Freiwasser: Wunram wird WM-Siebte über zehn Kilometer

Die deutschen Freiwasserschwimmer haben bei der WM in Ungarn auch im Rennen der Frauen über zehn Kilometer eine Medaille verpasst. Die EM-Sechste Finnia Wunram (Magdeburg) schlug im Plattensee vor Balatonfüred nach 2:00:26,10 Stunden als Siebte an. Ex-Weltmeisterin Angela Maurer (Mainz) kam auf Rang 14. 
Das zweite WM-Gold im Balaton ging an Titelverteidigerin Aurelie Muller aus Frankreich vor Samantha Arevalo aus Ecuador. Den dritten Platz teilten sich die Brasilianerin Ana Marcela Cunha und die Italienerin Arianna Bridi.
"Ich wollte unbedingt unter die Top 10", sagte die 21-Jährige Wunram, der nur 8,9 Sekunden zu Bronze fehlten. Die WM-Dritte von 2015 über fünf Kilometer hat die Olympischen Spiele 2020 im Blick: "Das gibt Selbstbewusstsein, es zeigt, dass ich das Zeug habe, auch auf zehn Kilometern international weit vorne zu sein." Diese Distanz ist die einzige olympische Freiwasser-Disziplin, die ersten Zehn bei der WM 2019 qualifizieren sich direkt für Tokio. 
Zum Auftakt hatten am Samstag die WM-Debütanten Marcus Herwig (Magdeburg) und Ruwen Straub (Würzburg) über die halbe Distanz die Plätze 26 und 28 belegt. Vor zwei Jahren in Kasan hatten die deutschen Langstreckenschwimmer noch vier WM-Medaillen gewonnen. Die größte Chance auf Edelmetall hat am Donnerstag die Staffel über 4x1,25 km.
Bereits am Mittwoch will Wunram ihren Bronze-Erfolg von 2015 über fünf Kilometer wiederholen: "Vielleicht springt wieder eine Medaille heraus." Die 41-jährige Maurer spekuliert wie vor zwei Jahren auf Edelmetall über 25 km. "Sie war über zehn besser als in Kasan. Ich würde sie nicht abschreiben", sagte Bundestrainer Stefan Lurz. In Kasan hatte die zweimalige Weltmeisterin Bronze gewonnen.