Freitag, 11.05.2018: Was Sie heute wissen müssen

Schwere Unwetter in Norddeutschland, US-Botschafter fordert deutsche Unternehmen weiter auf, Geschäfte mit dem Iran zu unterlassen, die USA verhängen Sanktionen gegen iranische Dollarschmuggler und die Ergebnisse des ESC-Halbfinales. Das sind die Nachrichten des Tages.

Ein Auto liegt in Hamburg-Lohbrügge in einer Senke die nach heftigem Regen entstanden ist. (Bild-Copyright: Daniel Bockwoldt/dpa)

Starke Unwetter in Norddeutschland

Starke Regenfälle und Gewitter sorgten dafür, dass in Teilen Norddeutschlands die Feuerwehr am Donnerstag im Dauereinsatz war. Vor allem Hamburg und Umgebung waren betroffen. Allein in der Hansestadt rückte die Feuerwehr 900 Mal aus. Laut “Bild” wurde aber niemand verletzt. Es kam jedoch zu Überflutungen. Im Gebiet Bergedorf/Lohbrügge seien mehrere Menschen auf überschwemmten Straßen in Autos eingeschlossen gewesen oder hätten aus unter Wasser stehenden Wohnungen in Sicherheit gebracht werden müssen. Die Bundesstraße 5 musste komplett gesperrt werden.

Der Ort Oststeinbek östlich von Hamburg wurde komplett überflutet. Es sei das größte Hochwasser seit Jahrzehnten, sagte der Sprecher der Feuerwehr, Christian Höft. Der Katastrophenschutz sei im Einsatz. In dem Ort im Kreis Stormarn waren nicht nur Keller überflutet. Ein Bahndamm drohte abzurutschen, Trafohäuser standen unter Wasser und es gab zahlreiche Stromausfälle. Auch in Teilen Sachsen-Anhalts, Brandenburgs, Thüringens und Nordbayerns kam es zu Unwettern.

US-Botschafter fordert deutsche Unternehmen weiter auf, Geschäfte mit dem Iran zu beenden

Richard Grenell verteidigt Iran-Aussage. (Bild-Copyright: Michael Sohn/AP Photo)

Vor wenigen Tagen forderte der neue US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, deutsche Unternehmen auf, ihre geschäftlichen Verbindungen mit dem Iran zu beenden.


“Wie Donald Trump sagte, werden US-Sanktionen auf wichtige Bereiche der iranischen Wirtschaft abzielen. Deutsche Firmen, die Geschäfte mit dem Iran machen, sollten diese sofort herunterfahren.”

Eine Reaktion auf den Ausstieg der Vereinigten Staaten aus dem Atomabkommen mit dem Iran und die eingesetzten Sanktionen von Präsident Trump. Trotz heftiger Kritik verteidigte Grenell seine Aussage nun gegenüber der Funke Mediengruppe. Er habe einen “anderen Stil”. Dazu erklärte er noch: “Die Diplomatie, die im Gruppendenken verhaftet ist, hat großen Schaden angerichtet: Nordkorea ist auf dem Weg zur Atommacht – und in Syrien findet seit Jahren ein Völkermord statt. Ich bin gegen Gruppendenken in der Diplomatie.” Diplomat zu sein, bedeute für ihn, Klartext zu sprechen – gerade gegenüber Freunden: “Wenn man Krieg vermeiden will, verfügt man besser über Diplomaten, die bereit sind, hart zu sein.”

Sanktionen gegen iranische Dollarschmuggler

US-Finanzminister Steven Mnuchin warnte andere Länder vor Ausbeutungen. (Bild-Copyright: Jae C. Hong/AP Photo)

Nach eigenen Angaben hat das US-Finanzministerium ein Netzwerk von illegalem Währungsschmuggel im Iran hochgehen lassen. Als Reaktion wurden laut einer Pressemitteilung des Ministeriums Sanktionen gegen fünf Personen und drei Unternehmen verhängt, die hunderte Millionen Dollar an die Iranische Revolutionsgarde (IRGC) weitergeleitet haben sollen.

Das Geld sei zur Finanzierung “bösartiger Tätigkeiten” der Quds-Truppe verwendet worden. Gemeinsam mit den Arabischen Emiraten habe das US-Finanzministerium laut Mitteilung ein Netzwerk von Tauschhändlern und Kurieren aufgedeckt. Finanzminister Steven Mnuchin warnte andere Länder vor Ausbeutungen. Der Iran könnte versuchen, auch ihre Finanzinstitutionen auszubeuten, um Währung umzutauschen.

Zweites ESC-Halbfinale

Lea Sirk aus Slowenien jubelt nach dem Einzug ins Finale des Eurovision Song Contests. (Bild-Copyright: Armando Franca/AP/dpa)

Am Donnerstag wurde im zweiten Halbfinale entschieden, welche Acts am Samstag in Lissabon um den Sieg beim Eurovision Song Contest kämpfen werden. Große Überraschungen gab es nicht. Viele Favoriten schafften den Einzug ins Finale, darunter Alexander Rybak, der bereits 2009 den Wettbewerb für Norwegen gewonnen hatte und der Däne Rasmussen. Hier die Finalisten in alphabetischer Reihenfolge:
• Albanien
• Australien
• Bulgarien
• Dänemark
• Deutschland
• Estland
• Finnland
• Frankreich
• Großbritannien
• Irland
• Israel
• Italien
• Litauen
• Moldau
• Niederlande
• Norwegen
• Österreich
• Portugal
• Schweden
• Serbien
• Slowenien
• Spanien
• Tschechische Republik
• Ukraine
• Ungarn Zypern