Freiburg muss nach Niederlage in Gladbach zittern

Freiburg muss nach Niederlage in Gladbach zittern

Der SC Freiburg muss nach einer unnötigen Niederlage bei den Europa-Jägern von Borussia Mönchengladbach weiter um den Klassenerhalt zittern. Die Breisgauer unterlagen der Fohlenelf mit 1:3 (0:1) und stehen kommende Woche gegen den FC Augsburg vor einem "Endspiel". Weil der Vorsprung auf Rang 16 weiter drei Punkte beträgt, reicht dort aber ein Remis.
Thorgan Hazard (18.), Nico Elvedi (57.) und Josip Drmic (64.) trafen für die Borussia, die ihre kleine Chance auf den Einzug in die Europa League wahrte. Für Freiburg war insgesamt mehr drin als das Anschlusstor durch Tim Kleindienst (59.). Nach nur einem Sieg aus zehn Spielen bleibt der fünfte Abstieg der Vereinsgeschichte ein Thema.
Mit 3500 lautstarken Fans im Rücken begann der SCF äußerst vorsichtig, war bei Kontern aber gefährlich. Der erste führte fast zum Tor: Einen Kopfball von Nils Petersen lenkte Gladbach-Keeper Yann Sommer noch zur Ecke (11.). Beim Abschlusstraining am Freitag hatten zahlreiche Anhänger den Freiburgern mit Bannern wie "Fohlen schlagen" und "Auf zum Klassenerhalt" Mut gemacht.
Gladbach gab mit dem umtriebigen Raffael dennoch den Ton an. Auch ohne den schwer verletzten Kapitän Lars Stindl und drei gesperrte Spieler hatte die Borussia lange Ballbesitzphasen und ging mit der ersten echten Chance in Führung. Tobias Strobl schickte Hazard, der den Ball an Torwart Alexander Schwolow vorbei legte und problemlos zu seinem zehnten Saisontor einschob.
Bis zur Pause sahen die 54.018 Zuschauer ein eintöniges Spiel: Ein Kopfball des gebürtigen Freiburgers und ehemaligen SCF-Profis Matthias Ginter an die Latte (45.+1) war noch die aufregendste Szene.
In der zweiten Halbzeit begann Freiburg mutiger, Gladbach bekam dadurch mehr Raum und legte durch einen Kopfball von Elvedi nach. Kleindienst gelang zwar fast im Gegenzug aus kurzer Distanz die schnelle Antwort, doch wenig später stellte Drmic mit einem weiteren Kopfballtreffer den alten Abstand wieder her. Raffael traf anschließend noch die Latte (68.).