freenet AG erhöht im dritten Quartal 2017 erneut Umsatz und Ertrag, passt den Zielwert 2017 für die Anzahl an freenet TV Kunden nach oben an und sichert die Vertriebspartnerschaft mit Media Saturn langfristig ab

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09.11.2017 / 18:00
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freenet AG erhöht im dritten Quartal 2017 erneut Umsatz und Ertrag, passt den Zielwert 2017 für die Anzahl an freenet TV Kunden nach oben an und sichert die Vertriebspartnerschaft mit Media Saturn langfristig ab

- EBITDA ohne Sunrise mit 110,1 Millionen Euro um 1,9 Prozent über dem Vergleichsquartal (Vorjahr: 108,2 Millionen Euro); darin nicht enthalten EBITDA-Beitrag aus der Sunrise-Beteiligung in Höhe von 103,6 Millionen Euro

- Konzernergebnis steigt um rund 170 Prozent auf 157,1 Millionen Euro (Vorjahr: 58,0 Millionen Euro); ohne den enthaltenen Anteil aus der Sunrise-Beteiligung hätte sich ein Konzernergebnis in Höhe von 58,7 Millionen Euro ergeben (+ 5,7 Millionen Euro bzw. + 10,8%)

- Free Cashflow erhöht sich um 16,0 Millionen Euro auf 87,3 Millionen Euro (Vorjahr: 71,3 Millionen Euro)

- Auf Basis von aktuell 875.000 zahlenden freenet TV Kunden wird der Zielwert für das Gesamtjahr 2017 auf rund 950.000 erhöht

- Kooperationsvertrag mit der Media-Saturn Deutschland GmbH wurde vorzeitig bis September 2022 verlängert


Büdelsdorf, 09. November 2017 - Die freenet AG [ISIN DE000A0Z2ZZ5] hat heute in einer Quartalsmitteilung die Ergebnisse für das dritte Quartal 2017 bekannt gegeben und erneut den Ausblick für die Geschäftsjahre 2017 und 2018 bestätigt.

Nach einem positiven ersten Halbjahr 2017 verzeichnete der Konzern im dritten Quartal 2017 eine Steigerung der wesentlichen Kennzahlen gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Konzernumsatz erhöhte sich im dritten Quartal 2017 gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres um 1,5 Prozent auf 880,1 Millionen Euro (Vorjahr: 867,2 Millionen Euro). Zur Steigerung des Umsatzes trugen in erster Linie der im Kerngeschäft Mobilfunk gestiegene Customer-Ownership von 9,60 Millionen Kunden (Vorjahr: 9,47 Millionen Kunden), der stabile Postpaid-ARPU von 21,7 Euro (Vorjahr: 21,6 Euro) sowie die erhöhten Digital-Lifestyle-Umsätze bei.

Einen Anstieg verzeichnete auch der Rohertrag in Höhe von 239,5 Millionen Euro - dieser liegt damit um 5,5 Millionen Euro über dem Niveau des Vorjahresvergleichsquartals (Vorjahr: 234,1 Millionen Euro). Die Rohertragsmarge erhöhte sich um 0,2 Prozentpunkte auf 27,2 Prozent. Beide positiven Entwicklungen sind überwiegend auf den um 6,3 Millionen Euro gestiegenen Rohertrag im Segment TV und Medien in Höhe von 42,0 Millionen Euro (Vorjahr: 35,7 Millionen Euro) zurückzuführen.

Auch das Konzern-EBITDA stieg im dritten Quartal 2017 gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um 80,9 Prozent auf 213,7 Millionen Euro (Vorjahr: 118,2 Millionen Euro). Zu diesem Anstieg trugen das Segment Mobilfunk mit 205,5 Millionen Euro (Q3/2016: 112,3 Millionen Euro) sowie das Segment TV und Medien mit 10,7 Millionen Euro (Q3/2016: 8,3 Millionen Euro) bei. Im Segment Mobilfunk resultieren 103,6 Millionen Euro (Q3/2016: 10,0 Millionen Euro) aus der Beteiligung an der Sunrise Communications Group AG - maßgeblich geprägt durch den einmaligen Gewinn der Sunrise in Höhe von 420 Millionen Schweizer Franken im Rahmen des Verkaufs der Swiss Towers AG an ein Käuferkonsortium ("Tower Deal").

Die Abschreibungen und Wertminderungen erhöhten sich im Wesentlichen aufgrund leicht gestiegener Abschreibungen auf Sachanlagen im Segment TV und Medien gegenüber dem Vorjahresquartal um 2,4 Millionen Euro auf 34,3 Millionen Euro.

Positiv entwickelte sich auch das Konzernergebnis, welches im Berichtsquartal im Vergleich zum Vorjahr um 171,0 Prozent auf 157,1 Millionen Euro gestiegen ist (Vorjahr: 58,0 Millionen Euro). Mit 1,25 Euro ist das Ergebnis pro Aktie (verwässert und unverwässert) ebenfalls höher als im Vorjahr mit 0,47 Euro pro Aktie (verwässert und unverwässert).

Signifikant stieg auch der Free Cashflow1 um 16,0 Millionen Euro auf 87,3 Millionen Euro (Vorjahr: 71,3 Millionen Euro), maßgeblich zurückzuführen auf eine um 16,6 Millionen Euro verringerte Zunahme des Net Working Capitals.

Die Verringerung der Nettofinanzschulden auf 634,9 Millionen Euro (Vorjahr: 787,7 Millionen Euro) ist überwiegend auf den im abgelaufenen Quartal erzielten Free Cashflow sowie auf den Anstieg des Aktienkurses der Sunrise Communications Group AG zurückzuführen.

Im Kerngeschäft Mobilfunk bestätigt der Anstieg der Postpaid-Kunden (werthaltige Kunden mit zweijähriger Vertragsbindung) auf 6,65 Millionen Kunden (Vorjahr: 6,43 Millionen Kunden) einmal mehr den sich seit fünf Jahren fortsetzenden kontinuierlichen Zuwachs des Customer-Ownerships. Der durchschnittliche monatliche Umsatz pro Kunde (ARPU) im Postpaid-Bereich stieg im dritten Quartal leicht auf 21,7 Euro (Vorjahr: 21,6 Euro). Einen Anstieg verzeichneten im Berichtsquartal ebenfalls der No-Frills-ARPU mit 2,9 Euro (Vorjahr: 2,5 Euro) sowie der Prepaid-ARPU mit 3,3 Euro (Vorjahr: 3,2 Euro).

Erfreulich haben sich im dritten Quartal 2017 ebenfalls die wesentlichen Kennzahlen im Segment TV und Medien entwickelt. Die jüngsten freenet TV Kundenzahlen zum 30. September 2017 belegen die steigende Nachfrage im Markt seit dem Launch des Produkts im ersten Quartal 2017. Zum Ende des dritten Quartals 2017 war mit den knapp 875.000 zahlenden freenet TV Kunden bereits die geplante Zielgröße für das gesamte Geschäftsjahr 2017 erreicht. Entsprechend wurde der Zielwert per Jahresende 2017 auf rund 950.000 freenet TV Kunden angepasst. Neben dem Produkt freenet TV vermeldet auch das IPTV-Produkt eine steigende Teilnehmerzahl. Seit dem Launch Ende September 2016 verzeichnet waipu.tv zum 30. September 2017 rund 340.000 Nutzer (Vorjahr: rund 8.200 Nutzer). Die Anzahl an Haushalten, welche sich für eines der Bezahlpakete entschieden hat, ist im dritten Quartal 2017 auf rund 70.000 gestiegen (Vorjahr: rund 700).

"Die sehr guten Kennzahlen im Segment TV und Medien untermauern die starke Kundennachfrage nach unserem DVB-T2-Produkt freenet TV sowie nach unserem IPTV-Produkt waipu.tv. Das bisher erfolgreiche Jahr bestätigt unsere optimistischen Erwartungen an unser TV-Geschäft und bekräftigt unsere Guidance für das Geschäftsjahr 2017, die wir in diesem Segment bereits jetzt übertroffen haben. Sehr positiv blicken wir auch auf die Vertragsverlängerung mit der Media-Saturn Deutschland GmbH, wodurch wir unseren stationären Vertrieb als strategische Ergänzung zu unseren eigenen Aktivitäten im Retail-Geschäft stärken und eine langfristige Planungssicherheit haben", sagt Christoph Vilanek, CEO der freenet AG.

Mit zwei wesentlichen Ereignissen nach dem Stichtag 30. September 2017 festigt die freenet AG ihre Position zusätzlich. So hat die hundertprozentige Tochtergesellschaft mobilcom-debitel GmbH am 16. Oktober 2017 den bestehenden Kooperationsvertrag mit der Media-Saturn Deutschland GmbH vorzeitig um weitere fünf Jahre verlängert. Zudem hat die freenet AG Mitte Oktober 2017 die seit März 2016 bestehende Brückenfinanzierung durch ein syndiziertes, fünfjähriges Bankdarlehen mit einem Nominalvolumen von 710,0 Millionen Euro und einer Fälligkeit im Oktober 2022 substituiert. Dadurch erreicht die freenet AG eine langfristige Finanzierungssicherheit.

Joachim Preisig, Vorstand Finanzen & Controlling, kommentiert die Ergebnisse wie folgt: "Die Ergebnisse im dritten Quartal 2017 zeigen die insgesamt positive Entwicklung der freenet AG. Die Erhöhung des Free Cashflows sowie die daraus resultierende Reduktion der Nettofinanzschulden erfüllt unsere Erwartungen. Unsere erfolgreiche Finanzstrategie bildet die Basis für die Erreichung unserer operativen Ziele."

Im Hinblick auf die Entwicklung der wesentlichen Leistungsindikatoren für das Geschäftsjahr 2017 sowie für den perspektivischen Ausblick auf das Geschäftsjahr 2018 prognostiziert die freenet AG einen leicht steigenden Konzernumsatz, jeweils im Vergleich zum Vorjahr. Des Weiteren wird für das laufende Geschäftsjahr ein auf rund 410 Millionen Euro steigendes Konzern-EBITDA sowie für 2018 ein weiterer leichter Zuwachs des Konzern-EBITDA erwartet. Die freenet AG plant für das Gesamtjahr 2017 einen Free Cashflow in Höhe von rund 310 Millionen Euro beziehungsweise leicht steigend in 2018. Die Steuerung des Konzern-EBITDA beziehungsweise des Free Cashflows erfolgt ohne Berücksichtigung der Ergebnisanteile der freenet AG an der Sunrise Communications Group AG beziehungsweise ohne Berücksichtigung der Dividendenzahlung von der Sunrise Communications Group AG2. Dementsprechend sind weder der erwartete EBITDA-Beitrag aus der Beteiligung der freenet AG an der Sunrise Communications Group AG noch ein gegebenenfalls aus dieser Beteiligung resultierender Beitrag zum Free Cashflow der freenet AG in der Guidance für das Geschäftsjahr 2017 beziehungsweise dem perspektivischen Ausblick für 2018 enthalten.

1) Free Cashflow ist definiert als Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit verringert um die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, zuzüglich der Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen.
2) Die Sunrise Communications Group AG wird als assoziiertes Unternehmen seit dem 24. März 2016 in den Konzernabschluss der freenet AG einbezogen.

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