Frederick Lau über Trauer und Tod

Frederick Lau  und Annika Kipp credit:Bang Showbiz
Frederick Lau und Annika Kipp credit:Bang Showbiz

Frederick Lau hat über den Umgang mit Trauer und dem Tod gesprochen.

Der Schauspieler ist größtenteils aus lustigen Filmen bekannt. Sein neuester Film handelt allerdings von einem traurigen Schicksal: In ‘Wolke unterm Dach‘ spielt er einen Familienvater, der mit dem Tod seiner Frau umgehen muss. Auf die Frage, ob das Drehen für ihn belastend war, antwortete Lau im Interview mit ‘t-online‘: „Total belastend, ja! Im Hotelzimmer habe ich probiert abzuschalten oder habe mit meiner Frau telefoniert. Der Dreh war zu Beginn der Pandemie, das bedeutete, dass ich zwei Monate nicht nach Hause konnte. Dabei hätte ich mich sehr auf den Rückhalt meiner Familie gefreut, aber wir mussten am Set bleiben.“ Laus Vater und Bruder sind bereits tot. Öffnete der Film also alte Wunden?

Lau: „Nein, das nicht. Aber natürlich beschäftigt mich das Thema sehr. Der Tod der eigenen Frau ist bestimmt das Schlimmste, was einem passieren kann. Ich kann mir das gar nicht vorstellen und möchte nicht ohne meine Frau sein. Beim Tod meines Vaters war es so, dass ich mich wenigstens verabschieden konnte. Ich glaube, das Verabschieden ist etwas, was einem enorm hilft, mit der Trauer umzugehen.“ Sich bei mentalen Problemen Hilfe zu holen ist heute einfacher, als damals. Lau dazu: „Es ist wichtig, Trauer nicht mit sich selbst auszumachen. Die ältere Generation, mein Vater etwa, hat so etwas mit sich allein ausmachen müssen. Das hat viele Menschen, die trauern, sicherlich aufgefressen. Trauer wurde früher einfach verdrängt. Mittlerweile sind wir, finde ich, klug genug, um uns Hilfe zu holen.“

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