Frecher Student bewirbt sich als Rektor seiner Uni

Seine RWTH Aachen wollte ein mutiger Student einfach mal aus einer anderen Perspektive sehen – der des Rektors nämlich. (Bild: ddp)

Warum nicht einfach mal was wagen?, dachte sich ein Student der Technischen Hochschule in Aachen und stapelte gleich mal hoch: Mit einer witzig-rotzigen Bewerbung als Uni-Direktor seiner eigenen Hochschule.

Kleine Schwächen offensiv angehen scheint das Motto des Studenten in seiner Bewerbung zu sein, mit der er sich für das Amt des Rektors an der TU Aachen in Stellung brachte. Darin schreibt er: „Ich habe zwar immer noch keinen Bachelor, aber hey, den hatte Steve Jobs ja auch nicht, right?“ Englisch kann er also auch, dazu hat er laut eigenen Angaben ein Auftreten wie Arnold Schwarzenegger und ein soziales Engagement, das jeden Sozialarbeiter in den Schatten stellt.

Und er hält auch mit seinen eigenen Wünschen und Ansprüchen nicht hinter dem Berg: ein Chauffeur wäre ganz nett. Was er dafür bietet? Eine Arbeitszeit von großzügigen 30 Stunden die Woche, denn: „der Boss braucht auch mal eine Pause, ne?”. Noch kurz den Lebenslauf an die Bewerbung drangehängt und ab damit ins Sekretariat der Direktion.

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Leider, leider konnte ihm die Dame, die seine Bewerbungs-E-Mail bearbeitete, keine positive Rückmeldung geben, gab aber eine gute Begründung ab, um „die Enttäuschung über diese Absage nicht ins Unermessliche laufen zu lassen“.

Dass der Boss auch mal eine Pause bräuchte, fand sie richtig. Und dennoch wären die offerierten 30 Stunden utopisch. In Kombination mit fehlender Erfahrung in leitenden Positionen sei das das Aus für den ambitionierten Bewerber.

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Schade fanden das auch diejenigen, die die Bewerbung samt Absage auf der Studenten-App „Jodel“ oder deren Facebook-Auftritt sahen. Ein User wünschte dem Bewerber viel Glück für das nächste Mal. Einen anderen brachte er erst auf eine Idee. Er fragte: „Wieso bemühe ich mich überhaupt um den Bachelor?! Ich will sofort meinen Doktortitel, immerhin war ich zwei Jahre lang Klassen- und Schülersprecherin! Einen Fahrradführerschein habe ich auch!“