Frauenfußball: Rassismusvorwürfe: Englands Ex-Trainer machte "missglückte Witze"

Der entlassene englische Nationaltrainer Mark Sampson hat sich gegenüber einer dunkelhäutigen Spielerin nicht rassistisch, aber diskriminierend geäußert. Zu diesem Ergebnis kommt ein unabhängiger Untersuchungsbericht, der am Mittwoch veröffentlicht wurde.

Der entlassene englische Nationaltrainer Mark Sampson hat sich gegenüber einer dunkelhäutigen Spielerin nicht rassistisch, aber diskriminierend geäußert. Zu diesem Ergebnis kommt ein unabhängiger Untersuchungsbericht, der am Mittwoch veröffentlicht wurde.

Die Rechtsanwältin Katharine Newton stellte darin fest, dass Sampson in zwei Fällen "missglückte Witze" gemacht habe. Ex-Nationalspielerin Eniola Aluko hatte dem Trainer Rassismus vorgeworfen.

Unter anderem habe er ihr 2014 gesagt, sie möge sicherstellen, dass ihre Verwandten aus Nigeria bei einem Stadionbesuch in Wembley kein Ebola verbreiten. Auch eine andere dunkelhäutige Spielerin soll er auf ähnliche Weise beleidigt haben. Sampson war zunächst von den Vorwürfen freigesprochen worden.

Ex-Nationalspielerin zeigt sich "erleichtert"

Im September wurde der Waliser jedoch mit sofortiger Wirkung entlassen, weil in einem anderen Fall ein Untersuchungsbericht "klare Beweise für unangemessenes und inakzeptables Verhalten" lieferte.

Jetzt entschuldigte sich der englische Verband FA offiziell bei Aluko und ihrer ehemaligen Teamkollegen Drew Spence. Die Ex-Nationalspielerin erklärte, sie fühle sich "bestätigt und erleichtert".

Sampson hatte den Posten 2013 übernommen. Bei der WM 2015 in Kanada führte er die Engländerinnen zu Bronze, bei der EM in diesem Sommer erreichte das Team das Halbfinale.

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