Frauenfußball: Legende ätzt gegen DFB-Mädels: "Alibi-Fußball"

Die 1:2-Niederlage im EM-Viertelfinale gegen Dänemark war eine herbe Enttäuschung. Vor allem der legendäre Coach von Turbine Potsdam, Bernd Schröder, fand deutliche Worte.

Die 1:2-Niederlage im EM-Viertelfinale gegen Dänemark war eine herbe Enttäuschung. Vor allem der legendäre Coach von Turbine Potsdam, Bernd Schröder, fand deutliche Worte.

"Uns fehlte es vorne und hinten an Qualität. Unser Team hat die gesamte EM Alibi-Fußball gespielt", wetterte Schröder in der Bild und nahm dabei auch Bundestrainerin Steffi Jones nicht aus: "Jedes Spiel eine andere Elf, das gibt keine Sicherheit."

Zwar zeigte sich auch der Klubchef des 1. FFC Frankfurt, Siggi Dietrich, vom Ausscheiden enttäuscht. Allerdings erklärte der 60-Jährige: "Steffi wird an dieser bitteren Erfahrung wachsen. Sie braucht jetzt Rückhalt."

Jones-Zukunft ungeklärt

Wie und ob es mit Jones weitergeht, ist noch unklar. Zwar erklärte die Bundestrainerin nach der Niederlage, weitermachen zu wollen. Doch DFB-Präsident Reinhard Grindel vermied ein klares Bekenntnis.

"Natürlich sind wir beim DFB alle sehr enttäuscht über das frühzeitige Ausscheiden unserer Frauen-Nationalmannschaft und vor allem über die spielerische Leistung, die unsere Mannschaft gegen das dänische Team gezeigt hat", so Grindel: "Wir werden nunmehr in aller Ruhe, unabhängig von der aktuellen Enttäuschung über das Ausscheiden, mit allen Beteiligten analysieren und überlegen, was zu tun ist."

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