Frauenfußball: Ebola-Spruch: Englands Nationaltrainer Sampson in Bedrängnis

Schwere Vorwürfe gegen Frauen-Nationaltrainer Mark Sampson setzen den englischen Fußball-Verband zunehmend unter Druck. Die Vereinigung der Profi-Fußballer fordert eine erneute Untersuchung der Rassismus- und Diskriminierungs-Vorwürfe seitens der nigerianischstämmigen Ex-Nationalspielerin Eniola Aluko.

Schwere Vorwürfe gegen Frauen-Nationaltrainer Mark Sampson setzen den englischen Fußball-Verband zunehmend unter Druck. Die Vereinigung der Profi-Fußballer fordert eine erneute Untersuchung der Rassismus- und Diskriminierungs-Vorwürfe seitens der nigerianischstämmigen Ex-Nationalspielerin Eniola Aluko.

Aluko gibt an, sie habe rassistische Sprüche Sampsons zu ertragen gehabt. Unter anderem habe der Waliser ihr 2014 gesagt, sie möge sicherstellen, dass ihre Verwandten bei einem Stadionbesuch in Wembley kein Ebola verbreiten. Eine andere dunkelhäutige Spielerin habe er 2016 damit beleidigt, sie habe schon viermal im Gefängnis gesessen. Über diesen Spruch hatte Aluko die FA informiert - eine Woche darauf erschien Sampson beim Training ihres Vereins FC Chelsea und strich sie aus dem Kader.

Die FA hatte Sampson (34), der die Engländerinnen bei der EM im Sommer ins Halbfinale führte, nach einer ersten unabhängigen Untersuchung freigesprochen. Der Ebola-Spruch war kein Teil der Untersuchung. Aluko, eine ausgebildete Anwältin, redete darüber kürzlich in Interviews mit der BBC und dem Guardian.

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