Proteste von Frauen für Frauen: Alle Infos zum Women‘s March in Deutschland

Eine Teilnehmerin am „Women‘s March“ am 21. Januar 2017 in Washington. (Bild: Getty Images)

Am Sonntag jährt sich der „Women‘s March on Washington“ zum ersten Mal. Bei dem Protestmarsch wollte man ursprünglich gegen frauenfeindliche Aussagen von Donald Trump demonstrieren. Inzwischen hat sich die Bewegung zu einer Kampagne für Frauenrechte entwickelt.

Nur einen Tag nach der Amtseinführung von Donald Trump ins US-Präsidentenamt stand die amerikanische Hauptstadt ganz im Zeichen der Frauen: Mit pinken Mützen zogen Hunderttausende Frauen und mit ihnen unzählige Männer durch Washington, D.C., um gegen die Benachteiligung von Frauen zu protestieren. In etlichen Städten gab es weltweit Solidaritätsveranstaltungen, sogenannte „Sister Marches“.

2018 sollen diese Events erneut stattfinden. Zentrum der Proteste wird diesmal jedoch nicht Washington, D.C. sein, sondern die Glücksspielstadt Las Vegas im Bundesstaat Nevada. Das hat einen ernsten Hintergrund: Wegen des Massenmordes durch einen Scharfschützen bei einem Country-Festival am 1. Oktober 2017 und einem Missbrauchsskandal, bei dem ein Politiker aus Nevada sexueller Übergriffe beschuldigt wird, haben die Organisatoren den Frauenmarsch hierherverlegt. Women‘s-March-Koordinatorin Deborah Harris sagt: „An Nevada kann man ablesen, was zurzeit alles im Lande passiert.“

Auch in London gingen Frauen am 21. Januar 2017 auf die Straße. (Bild: Getty Images)

Unter anderem soll die Politikerin Elizabeth Warren von den Demokraten in Las Vegas als Sprecherin auftreten, die von vielen Liberalen in den USA immer wieder als mögliche Präsidentschaftskandidatin ins Spiel gebracht wird. Im Vorfeld ließ die 68-Jährige ausrichten: „Die Geschichte wird den Tag, an dem Donald Trump als Präsident vereidigt wurde, erinnern. Aber Geschichte wird auch den Tag danach erinnern, der Tag, an dem Frauen im ganzen Land zu einer Armee wurden. Wir haben gezeigt, dass wir die laute, entschlossene, unnachgiebige Kraft sein können, die Amerika an seine Werte erinnert.“

Neben Las Vegas wird es in Dutzenden anderen US-Städten ebenfalls Frauenmärsche geben. Und auch in Deutschland werden entsprechende Veranstaltungen stattfinden. Für 2018 sind mehrere Termine geplant, zwei davon für dieses Wochenende:

20. Januar 2018, München und Heidelberg:

An diesem Tag finden gleich zwei Märsche statt. Einmal in Heidelberg, Treffpunkt Friedrich-Ebert-Platz, sowie in München, beginnend am Siegestor. Beide Umzüge starten um 14:00 Uhr.

21. Januar 2018, Berlin:

Von 11:00 bis 13:00 Uhr findet in Berlin ein von der US-Vereinigung „Democrats Abroad“ organisierter Women‘s March statt. Ausgangspunkt ist der Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor.

9. Mai 2018, Berlin:

An diesem Tag wollen in Berlin und in anderen europäischen Metropolen Frauen für ihre Rechte auf die Straße gehen. Genaue Uhrzeiten und Orte sind noch nicht bekannt.