Frauen Fussball: "Unglaublich": ÖFB-Damen lösen Mega-Hype aus

Österreichs Fußball-Frauen-Nationalteam hat das Out im Halbfinale bei der EM in den Niederlanden weggesteckt und am Freitag ausgiebig das historische Abschneiden beim Turnier-Debüt gefeiert. Die Chartermaschine von Rotterdam nach Wien wurde zum Partyflieger umfunktioniert, die Discokugel, die schon während des Turniers mehrmals gute Dienste geleistet hatte, war über den Wolken in Betrieb.

In einem unglaublich spannenden Elferschießen eliminierten Österreichs Damen die spanischen Kontrahentinnen und zogen somit ins Halbfinale der EM ein. Ein Erfolg, der ein ganzes Land elektrisiert.

Selbst Bundespräsident Alexander van der Bellen richtete per Facebook seine herzlichsten Gratulationen an das Frauen-Nationalteam aus: die ÖFB-Ladies sorgen momentan durch ihren sensationellen Einzug ins Halbfinale für einen selten erlebten Fußball-Hype in Österreich. Ein Umstand, der auch Damen-Coach Dominik Thalhammer zu Ohren gekommen ist.

Thalhammer: "Das ist ein unglaublicher Moment"

Im ORF zeigte er sich nach dem Spiel euphorisch und "unglaublich stolz": "Wir haben das erwartet schwere Spiel erlebt. Wir sind nicht ganz so oft in diese Pressingsituation gekommen, wie wir wollten. Aber wir haben extrem gut verteidigt und mit extrem viel Herz gespielt. Auch in der Verlängerung und im Elfmeterschießen haben wir eine unglaubliche mentale Stärke gezeigt. Das ist ein unglaublicher Moment. Ich bin einfach stolz, was da in den letzten Jahren passiert ist."

Die Spielerinnen verzaubern ein ganzes Land: plötzlich sind Sarah Zadrazil, Sarah Puntigam, Nina Burger oder Nicole Billa in aller Munde. Torfrau Manuela Zinsberger verzückte mit unheimlicher Nervenstärke und starker Paraden. Das bemerkte auch Thalhammer: " Wir haben in den letzten vier Spielen bei einer Europameisterschaft gegen Topgegner nur ein Tor bekommen. Wir haben hervorragend verteidigt, das muss man auch anerkennen."

Das Geheimnis? "Lockerheit"

Den entscheidenden Elfer verwertete Taktgeberin Sarah Puntigam. Sie beschrieb den Nervenkitzel so: ""Wir waren generell alle voll locker drauf. Irgendwie war ich mir sicher, dass ich ihn reinmache. Ich habe ein paar Mal durchgedacht, wie ich in schieße. Dass er dann reingeht, ist einfach nur geil." Österreichs Kapitänin Viktoria Schnaderbeck bestätigte die Lockerheit: "Irgendwie haben wir alle eine gewisse Gelassenheit gespielt, auch beim Elfmeterschießen waren wir noch locker. Großes Lob an alle Spielerinnen, die da Verantwortung übernommen haben und den so souverän versenkt haben."

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