Frauen-Fußball: Zoff zwischen Dänemarks Fußballerinnen und Verband spitzt sich zu

Der Streit zwischen den dänischen Vize-Europameisterinnen und Dänemarks Fußball-Verband DBU hat die nächste Eskalationsstufe erreicht. Weil am Samstag noch immer keine Einigung über eine neue finanzielle Vereinbarung erzielt wurde, will die DBU nun mit Ersatzspielerinnen zum ersten WM-Qualifikationsspiel am Dienstag in Ungarn antreten.

Der Streit zwischen den dänischen Vize-Europameisterinnen und Dänemarks Fußball-Verband DBU hat die nächste Eskalationsstufe erreicht. Weil am Samstag noch immer keine Einigung über eine neue finanzielle Vereinbarung erzielt wurde, will die DBU nun mit Ersatzspielerinnen zum ersten WM-Qualifikationsspiel am Dienstag in Ungarn antreten.

Das teilte der Verband mit, nachdem am Samstagmittag nach weiteren erfolglosen Verhandlungen eine Frist der DBU verstrichen war. Wegen des schwelenden Streits mit der Spielervereinigung hatte der Verband am Dienstag bereits die für Freitag angesetzte EM-Final-Revanche gegen die Niederlande abgesagt. Die Mannschaft hat sich seit Anfang der Woche geweigert, ohne gültige Vereinbarung im Trainingslager zu erscheinen.

Die Spielerinnen fordern deutlich mehr finanzielle Unterstützung. Kapitänin Pernille Harder reagierte mit Unverständnis auf die DBU-Entscheidung: "Wir waren nicht mehr weit voneinander entfernt. Deshalb ist es überraschend für mich, dass die DBU nun Zeit in die Suche nach anderen Spielerinnen investiert, wenn wir einen Deal hätten erreichen können."

Die Angreiferin von Double-Gewinner VfL Wolfsburg hat die Hoffnung trotz der neuen Entwicklung noch nicht aufgegeben: "Ich bin noch nicht vollkommen überzeugt, dass wir Dienstag nicht spielen. Wir werden spielen, wenn wir eine Einigung erzielen."

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