Frauen-Fußball-EM: Tabea Kemme braucht den Kick

Tabea Kemme spielt für Turbine Potsdam

Berlin.  Tabea Kemme stand schon mehrmals ganz oben auf dem Dach des Park Inn Hotels am Alexanderplatz. In 125 Meter Höhe. "Die Aussicht ist einfach superschön", sagt die Fußball-Nationalspielerin, "da wäre ich gern länger hängengeblieben." Doch das war nicht vorgesehen, es ging rasant in die Tiefe. Angegurtet, gut sieben Sekunden dauerte der Flug nach unten. Base Flying nennt sich diese besondere Art der Freizeitgestaltung. "Daraus kann eine Sucht entstehen", schwärmt Kemme. Zweimal ist sie bereits gesprungen. Noch einer, dann ist dank ihrer Rabattkarte der vierte Sprung frei.

Momentan hat die 25-Jährige dafür keine Zeit. Genauso wenig wie für den Tandem-Fallschirmsprung, den sie geschenkt bekommen hat. Denn momentan ist EM in den Niederlanden. Die deutschen Frauen starten an diesem Montag gegen Schweden (20.45 Uhr, ARD) ins Turnier. Es ist die Neuauflage des Olympia-Finals von Rio 2016, das Deutschland 2:1 gewann.

Bei Olympia war Kemme Stammspielerin, sie ist vierfache Deutsche Meisterin mit Turbine Potsdam, gewann 2010 die Champions League und war U20-Welt- und U17-Europameisterin. Nun sagt sie mit Blick auf ihre erste EM bei den Frauen: "Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen, dass ich nominiert worden bin." Neben Svenja Huth ist Kemme die zweite Turbine-Spielerin im Kader. Im Winter hatte sie sich am Meniskus verletzt, fiel lange aus. Auch die EM-Vorbereitung verlief nicht optimal. Beim ersten Lehrgang musste sie wegen einer Prüfung im Studium vorzeitig abreisen, beim zweiten hatte ...

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