Frauen-Fußball: Österreich setzt vor EM ein Ausrufezeichen

Österreichs Frauen-Fußball-Nationalteam kann mit einem guten Gefühl zur EM-Endrunde in den Niederlanden reisen. Die Truppe von Teamchef Dominik Thalhammer feierte am Donnerstag bei der Generalprobe in Wiener Neustadt gegen den Weltranglisten-15. Dänemark einen völlig verdienten 4:2-(1:1)-Erfolg. Die ÖFB-Auswahl beendete damit zum besten Zeitpunkt ihre Negativserie von vier sieglosen Partien.

Österreichs Frauen-Fußball-Nationalteam kann mit einem guten Gefühl zur EM-Endrunde in den Niederlanden reisen. Die Truppe von Teamchef Dominik Thalhammer feierte am Donnerstag bei der Generalprobe in Wiener Neustadt gegen den Weltranglisten-15. Dänemark einen völlig verdienten 4:2-(1:1)-Erfolg. Die ÖFB-Auswahl beendete damit zum besten Zeitpunkt ihre Negativserie von vier sieglosen Partien.

Thalhammer hatte sich eine konstant starke Leistung seiner Spielerinnen über 90 Minuten gewünscht. Diese setzten das mit einer überzeugenden Vorstellung um. Den Grundstein für den Erfolg vor 1.250 Zuschauern legte die 21-jährige Hoffenheim-Stürmerin Nicole Billa mit einem Doppelpack (1., 49.). Potsdam-Legionärin Sarah Zadrazil machte mit zwei weiteren Toren (55., 63.) den Sack zu. Die Däninnen blieben vieles schuldig, Katrine Veje (22.) und Stine Larsen (88.) gelang nur Ergebniskosmetik. Sie waren mit dem 2:4 gut bedient, zweimal rettete vor der Pause das Aluminiumgehäuse.

Das Duell bildete für die Österreicherinnen den Abschluss der EM-Vorbereitung in der Heimat, nach vier freien Tagen erfolgt am Dienstag nach der offiziellen Verabschiedung durch Österreichs Polit-Prominenz die Abreise ins EM-Teamquartier nach Wageningen. Der EM-Auftakt geht am 18. Juli in Deventer gegen die Schweiz über die Bühne, weitere Gruppengegner sind Frankreich (22. Juli) und Island (26. Juli).

Im Gegensatz zu den Duellen mit England und EM-Gastgeber Niederlande (jeweils 0:3) gab es diesmal keinen Fehlstart. Ganz im Gegenteil: Schon nach 34 Sekunden zappelte der Ball im Netz, Billa überwand Dänemarks Torfrau Stina Lykke Petersen aus kurzer Distanz. Es war der erste ÖFB-Treffer seit 6. März. Beim 1:3 gegen Schottland beim Zypern Cup hatte auch Billa getroffen gehabt.

Die gut eingestellte ÖFB-Truppe schaltete deshalb aber nicht zurück, gab klar den Ton an und hätte durchaus nachlegen können. Bei einem gut angetragenen Zadrazil-Schuss zeigte Petersen eine Glanzparade (14.), ein Kopfball von Burger ging daneben (15.), bei einem weiteren von Billa rettete die Stange für die Gäste (16.).

Die Däninnen kamen mit dem Pressing der Österreicherinnen kaum zurecht, die ÖFB-Auswahl war deutlich aggressiver, mutiger und offensiver ausgerichtet als der Gegner. Das 1:1 fiel trotzdem, quasi aus dem Nichts. Veje nahm einen Kopfball-Klärungsversuch direkt und traf von knapp außerhalb des Strafraums genau ins Eck (22). Manuela Zinsberger war somit beim ersten echten Torschuss der Däninnen machtlos.

Sieg hätte höher ausfallen können

Die legten in der Folge weiter einen enttäuschenden Auftritt hin, das Einzige was der ÖFB-Elf auf der anderen Seite fehlte war weiter die Effizienz. Billa verpasste mit einem Schuss nur knapp das Tor (26.) und brachte den Ball nach einer Feiersinger-Hereingabe nicht im Gehäuse unter (32.). Gleich danach landete ein Makas-Kopfball an der Querlatte (33.). Und Burger schoss auch noch daneben (36.).

Hälfte zwei begann wieder mit einem Start nach Maß. Zadrazil bediente Billa ideal, die überlegt ins lange Eck einschob (49.). Von zurückschalten war deshalb aber keine Spur. Eine abgelenkte Puntigam-Hereingabe beförderte Zadrazil mit einer Direktabnahme ins Netz (55.). Es sollte nicht ihr einziges Highlight bleiben: Nach einem Corner bugsierte die 24-Jährige dank der Mithilfe der schwachen dänischen Torfrau mit der Ferse ins Netz (63.). Das 2:4 durch Larsen (88.) hatte keine Bedeutung mehr.

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