Frauen-EM: Österreich zittert um Sarah Zadrazil

Österreichs Fußball-Frauen-Nationalteam muss im zweiten EM-Gruppenspiel gegen Frankreich am Samstag (20.45 Uhr) in Utrecht möglicherweise auf Sarah Zadrazil verzichten.

Österreichs Fußball-Frauen-Nationalteam muss im zweiten EM-Gruppenspiel gegen Frankreich am Samstag (20.45 Uhr) in Utrecht möglicherweise auf Sarah Zadrazil verzichten.

Die Mittelfeld-Stütze erlitt gegen die Schweiz in der zweiten Hälfte einen Einriss des vorderen Syndesmosebandes am Sprunggelenk. Das sagte Teamchef Dominik Thalhammer am Mittwoch in Wageningen nach einer Untersuchung im Spital.

Zadrazil hatte mit einer läuferischen Topleistung und dem Assist zum entscheidenden Treffer von Nina Burger zum 1:0 (15.) einen erheblichen Anteil am Überraschungserfolg der ÖFB-Equipe. Trotz Schmerzen hatte sie bis am Schluss durchgebissen, da das Austauschkontingent bereits erschöpft war.

"Wettlauf mit der Zeit"

"Es wird wie immer bei uns ein Wettlauf mit der Zeit, aber wir haben ihn meistens gewonnen und ich hoffe, dass es auch diesmal so sein wird. Man kann aber nicht sagen, ob es sich bis zum Frankreich-Spiel ausgeht", sagte Thalhammer. Kapitänin Viktoria Schnaderbeck war zuletzt rechtzeitig fit geworden für die Partie gegen die Schweiz.

Sonst gab es Entwarnung. Der Einsatz von Lisa Makas am Samstag scheint nicht mehr gefährdet. Die 25-jährige vom MSV Duisburg hatte früh im Spiel ein Cut erlitten, mit Turban weitergespielt, in der 39. Minute aber etwas benommen den Platz verlassen müssen. "Sie wird heute noch etwas geschont und ich glaube morgen wieder ins Training einsteigen", verlautete Thalhammer. Auch die kleinen Wehwehchen von Goldtorschützin Burger und Katharina Schiechtl sollten für Samstag kein Problem darstellen.

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