Frau verliert nach Mittelfinger für Trump ihren Job

Ein Mittelfinger für den US-Präsidenten Donald Trump hat Juli Briskman den Job gekostet. Dann kam der Geldsegen: 71.000 Dollar von Spendern im Internet

Ein gegen US-Präsident Donald Trump erhobener Mittelfinger hat eine US-Bürgerin den Job gekostet. Nachdem sie das Bild eines AFP-Fotografen von ihrer Geste im Internet geteilt hatte, sei sie entlassen worden, sagte die 50-jährige Juli Briskman der "HuffPost".

Vergangene Woche hatte die radfahrende Briskman der Autokolonne des Präsidenten den Stinkefinger gezeigt, als diese an ihr vorbeifuhr. "Er fuhr vorbei, und das hat mich auf 180 gebracht", schilderte sie. Briskman war an jenem Samstag auf einer Fahrradtour, als die Kolonne an ihr vorbeifuhr. "Ich hab gedacht: Der ist schon wieder auf dem verdammten Golfplatz", erzählte die Demokratin Briskman, die in der Nähe von Trumps Golfclub am Potomac-Fluss rund 40 Kilometer nordwestlich des Weißen Hauses wohnt.

Öffentlich wurde ihre Geste durch den AFP-Fotografen Brendan Smialowski, der den Präsidenten begleitete und den Moment festhielt. Bei Fahrten mit der Präsidenten-Kolonne halte seine Kamera immer bereit, denn "man weiß nie, was passiert", erklärte Smialowski seinen Schnappschuss. Immer wieder höben Menschen den Daumen oder zeigten den Mittelfinger, wenn der Präsident vorbeifahre.

Auf dem Foto ist Briskman von hinten auf dem Fahrrad zu sehen und eigentlich nicht zu erkennen - nachdem sie selbst das vielfach in Internet und Fernsehen gezeigte Foto entdeckt hatte, machte sie es allerdings zu ihrem Profilbild auf Facebook und Twitter.

Drei Tage später wurde die alleinerziehende Mutter zweier Kinder gefeuert, wie sie der "HuffPost" sagte. Bislang hatte sie bei einem Bauunternehmen gearbeitet, das auch für die US-Regierung und das US-Militär tätig ist. Zwar ist nicht bekannt, ob der Präsident selbst das Foto gesehen hat; ihr Arbeitgeber habe ihre Geste jedoch als "obszön" eingestuft, sagte Briskman. Auch nach ihrer Kündigung löschte sie das Foto nicht von ihren Seiten in sozialen Medien.