Frau in Dänemark wegen Geldwäsche im Milliardenwert verurteilt

KOPENHAGEN (dpa-AFX) - Eine 49-Jährige ist in Dänemark in einem umfassenden Geldwäscheskandal zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Das Stadtgericht von Kopenhagen verurteilte die litauische Staatsbürgerin am Donnerstag nach Angaben der Staatsanwaltschaft wegen versuchter Geldwäsche einer Gesamtsumme von 29,5 Milliarden dänischen Kronen (fast 4 Milliarden Euro) zu vier Jahren und einem Monat Gefängnis. "Das ist der größte Betrag, den wir in einem Fall von Geldwäsche vor Gericht in Dänemark gesehen haben", erklärte die zuständige Staatsanwältin Lisette Jørgensen.

Es handelt sich um eine sogenannte Zusatzstrafe, da die Frau in einem anderen Fall von Geldwäsche in Höhe von mindestens 140 Millionen Kronen (19 Mio. Euro) bereits eine Haftstrafe von drei Jahren und elf Monaten erhalten hat. Insgesamt beträgt ihre Strafe damit acht Jahre. Zudem wird sie nach dem Absitzen dauerhaft aus Dänemark ausgewiesen.

Die Frau hat nach Angaben der Nachrichtenagentur Ritzau eingeräumt, die enorme Summe im Laufe der Jahre 2008 bis 2016 über eine Reihe von Kommanditgesellschaften gewaschen zu haben, die Konten bei der Filiale der dänischen Danske Bank <DK0010274414>in Estland hatten. Sie soll damit insbesondere russischen und baltischen Geschäftsleuten geholfen haben, die Herkunft ihres Vermögens zu verschleiern. Die Litauerin lebt den Angaben nach seit 2001 in Dänemark und akzeptierte das Urteil.

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