Franz Tost: AlphaTauri hat nicht das drittschnellste Auto

Norman Fischer
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In Imola überraschte Pierre Gasly mit dem vierten Startplatz hinter den beiden Mercedes sowie Red Bulls Max Verstappen, das gleiche Ergebnis konnte Teamkollege Daniil Kwjat einen Tag später auch im Rennen einfahren. Doch dass AlphaTauri plötzlich die dritte Kraft in der Formel 1 wäre, bestreitet Teamchef Franz Tost.

"Das würde ich bezweifeln", stellt er klar. "Wenn alles zusammenläuft, dann ist das Auto von Racing Point wohl einen kleinen Tick schneller, und auch Renault ist sehr schnell", sagt der Österreicher. Auch McLaren sei noch in der Verlosung, und an allen Teams sei AlphaTauri zumindest sehr nah dran.

"Und dann kommt es auf die unterschiedlichen Rennspezifikationen an, das Streckenlayout, ob wir das Set-up hinbekommen und ob wir die Reifen zum Arbeiten bekommen", so Tost. "Aber ich bin zuversichtlich für hier und die restliche Saison."

Der Juniorrennstall von Red Bull fährt eine starke Saison. Einzig in Ungarn konnte das Team nicht punkten, in den vergangenen sechs Rennen holte man immer mindestens sechs Zähler pro Grand Prix.

Nie zuvor holte man 89 Punkte - und das trotz verkürztem Kalender und noch vier ausstehenden Rennen 2020. Doch weil das Feld so dicht beisammen ist, reicht das aktuell trotzdem nur für Rang sieben in der Konstrukteurswertung.

Gerne würde man Ferrari noch einholen, die 14 Zähler vor AlphaTauri liegen. "Wenn wir sie überholen könnten, wäre das fantastisch", sagt Tost, "aber das ist nicht unser Hauptziel. Wir wollen einfach die Rennen in den Punkten beenden und so viele Zähler wie möglich holen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.