Französischer Linkspolitiker Hamon bringt Bewegung Generation auf den Weg

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Linkspolitiker Hamon stellt neue "Bewegung 1. Juli" vor

Der frühere französische Präsidentschaftskandidat Benoît Hamon hat am Samstag seine neue Bewegung Générations ("Generationen") auf den Weg gebracht, mit der er Präsident Emmanuel Macron herausfordern will. Bei dem Treffen in Le Mans südwestlich von Paris kündigte der 50-jährige frühere Sozialist vor 2000 Menschen an, dass seine EU-freundliche Gruppierung der Demokratie, dem Umweltschutz und der sozialen Gerechtigkeit verpflichtet sei.

Hamon war im April als Kandidat der regierenden Sozialisten in der ersten Runde der Präsidentschaftswahl ausgeschieden. Die Partei erlebte mit nur 6,4 Prozent ihr größtes Debakel. Im Juli trat Hamon aus der Sozialistischen Partei aus und gründete die "Bewegung 1. Juli", die sich jetzt "Generationen" nennt. Mit ihr will der ehemalige Bildungsminister zunächst bei der Europawahl im Jahr 2019 und drei Jahre später bei der französischen Präsidentschaftswahl antreten.

Seine Bewegung versammle "vier Generationen" und denke auch an die künftigen Generationen, sagte Hamon in seiner Rede im Kongresspalast von Le Mans. Er wandte sich gegen neoliberale ebenso wie nationalistische Politiker und sprach sich stattdessen für einen "fortschrittlichen europäischen Block" aus.

An der Bildung eines solchen Blocks arbeitet Hamon bereits mit dem ehemaligen griechischen Finanzminister Gianis Varoufakis, dem Gründer von DiEM25, der Bewegung Demokratie in Europa 2025.