Französische Fregatten und Kampfflugzeuge bei Syrien-Einsatz mobilisiert

Die französischen Streitkräfte haben in Syrien Fregatten und Kampfflugzeuge mobilisiert. Verteidigungsministerin Parly erklärte, die Fregatten seien im Mittelmeer zusammengezogen und mehrere Luftwaffenstützpunkte in Frankreich genutzt worden

Die französischen Streitkräfte haben für ihren Militäreinsatz in Syrien Fregatten und Kampfflugzeuge mobilisiert. Verteidigungsministerin Florence Parly erklärte am Samstagmorgen in Paris, die Fregatten seien im Mittelmeer zusammengezogen worden. Zur gleichen Zeit sei von mehreren Luftwaffenstützpunkten in Frankreich in der Nacht der Angriff gestartet worden.

Die Angriffe hätten sich gegen die syrischen Kapazitäten zur Entwicklung und Herstellung von Chemiewaffen gerichtet. Getroffen worden seien das wichtigste Forschungszentrum sowie zwei Produktionsstätten. "Das Ziel ist einfach: das Regime daran hindern, erneut Chemiewaffen einzusetzen", sagte Parly.

Der Westen macht die syrische Führung unter Machthaber Baschar al-Assad für den mutmaßlichen Chemiewaffenangriff auf die Stadt Duma verantwortlich, bei dem am 7. April nach Angaben örtlicher Ärzten und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mehr als 40 Menschen getötet wurden.

Als Reaktion flogen Frankreich, die USA und Großbritannien am Samstagmorgen Luftangriffe in dem Bürgerkriegsland. Dabei wurden nach Angaben des US-Militärs darauf geachtet, keine russischen Stützpunkte zu treffen. Russland, der wichtigste Verbündete Syriens, drohte dem Westen nach der Angriffswelle mit "Konsequenzen".

Das Verteidigungsministerium in Moskau nannte die Zahl von "mehr als hundert Raketen", welche die westlichen Staaten in der Nacht abgefeuert hätten". Die Führung in Damaskus sprach von einer "barbarischen und brutalen Aggression".

Nach Angaben des Pentagon wurden die Luftangriffe nach kurzer Zeit vorerst beendet. "Die Welle der Luftangriffe ist vorbei", sagte US-Generalstabschef Joseph Dunford. Pentagonchef Jim Mattis sagte, "derzeit" seien keine weiteren Angriffe geplant.

Der französische Außenminister Jean-Yves Le Drian erklärte, der Militäreinsatz der drei Staaten sei "legitim", "angemessen und gezielt". Die Eskalation durch den Einsatz chemischer Waffen in Syrien sei "nicht hinnehmbar".