Frankreichs Winzern droht historischer Ernteeinbruch wegen Frühlingskälte

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Weinstock in Frankreich (AFP/Sylvain THOMAS)

Frankreichs Winzer stehen angesichts des frostigen Wetters im Frühjahr vor einer mageren Ernte: Das französische Landwirtschaftsministerium präzisierte am Dienstag erste Schätzungen und rechnet nun mit Einbußen von 29 Prozent verglichen mit 2020. Erwartet werde eine Produktion im Umfang von 33,3 Millionen Hektolitern, teilte das Ministerium mit. Vor einem Monat waren Einbußen von 24 bis 30 Prozent veranschlagt worden.

Grund für die niedrige Ausbeute ist vor allem ein ungewöhnlich kühler und frostiger April. Das Ministerium sprach von einer "historisch niedrigen" Produktion. Sie dürfte in diesem Jahr noch unter dem Niveau der Jahre 1991 und 2017 liegen, als schon einmal schwere Aprilfröste den Pflanzen zugesetzt hatten, sowie 25 Prozent unter dem Mittel der Ernten der vergangenen fünf Jahre.

Außerdem kämpften die Winzer zuletzt mit Pflanzenkrankheiten wie dem Mehltau, der wiederum durch das feuchte Sommerwetter hervorgerufen wurde. Auch das schmälert die Ernte. Frankreich ist nach Italien der weltweit zweitgrößte Weinproduzent sowie der größte Weinexporteur.

hcy/gt

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