Frankreichs Filmförderungsanstalt trifft Maßnahmen für mehr Gleichberechtigung

Die Präsidentin des Nationalen Kino-Zentrums CNC, Frédérique Bredin, will die Einrichtung zu einem Motor für die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau machen

Die französische Filmförderungsanstalt Nationales Kino-Zentrum (CNC) hat einen Maßnahmenkatalog vorgestellt, um die Gleichberechtigung von Mann und Frau in der Filmbranche zu fördern. Das Zentrum wolle "ein Motor" der Gleichberechtigungspolitik im Bereich der Filmproduktionen sein, erklärte CNC-Präsidentin Frédérique Bredin in einer Stellungnahme.

Die Maßnahmen beinhalten etwa die Schaffung einer neuen Kontrolleinrichtung, die in einem jährlichen Bericht die "Geschlechterstatistik" bei Anstellungsverhältnissen, Gehältern und anderen Aspekten bewertet. Außerdem besteht das einflussreiche CNC künftig auf Geschlechtergleichstellung in Festival-Jurys und bei der eigenen Auftragsvergabe. Auch soll eine Studie zu den Jobaussichten weiblicher Absolventen der vom CNC unterstützten Hochschulen erstellt werden.

Im vergangenen Monat hatten hunderte französische Schauspielerinnen und andere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zu Spenden für Frauen aufgerufen, die Opfer von Gewalt geworden sind. Als Inspiration diente die "Time's Up"-Bewegung in den USA, die als Reaktion auf den Skandal um Hollywoodmogul Harvey Weinstein ins Leben gerufen wurde.

Weinstein soll über Jahrzehnte hinweg Frauen sexuell belästigt und sogar vergewaltigt haben. Es folgte eine Kaskade weiterer Enthüllungen über mutmaßliche Übergriffe durch andere Prominente.