Frankreich will Verteidigungsausgaben bis 2025 stetig erhöhen

Frankreich will seine Verteidigungs-Ausgaben in den kommenden Jahren deutlich erhöhen und damit das Zwei-Prozent-Ziel der Nato erreichen. Insgesamt sind bis 2025 fast 300 Milliarden Euro veranschlagt

Frankreich will seine Ausgaben für die Verteidigung in den kommenden sieben Jahren kontinuierlich erhöhen. Insgesamt sind Ausgaben in Höhe von 295 Milliarden Euro im Zeitraum von 2019 bis 2025 vorgesehen, wie aus einem Gesetzesentwurf hervorgeht, der am Donnerstag dem Kabinett in Paris vorgelegt werden sollte. Ziel ist es demnach, die Verteidigungsausgaben bis zum Jahr 2025 auf zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu erhöhen.

Das Verteidigungsbudget, das für das laufende Jahr Ausgaben in Höhe von 34,2 Milliarden Euro vorsieht, soll bis 2022 jährlich um 1,7 Milliarden Euro erhöht werden und danach um drei Milliarden Euro pro Jahr, wie aus dem AFP vorliegenden Entwurf hervorgeht.

Diese Steigerung steht in starkem Kontrast zum Personalabbau bei den Streitkräften und den Finanzproblemen der vergangenen Jahre. Erst nach den Anschlägen von 2015 hatte Frankreich wieder mehr Geld in seine Streitkräfte investiert.

"Die letzten Verteidigungshaushalte haben den Streitkräften Kraftanstrengungen abverlangt. Dieses Mal verlangen wir Anstrengungen von der Nation für die Streitkräfte", hieß es im Umfeld von Verteidigungsministerin Florence Parly.

Das Ministerium will nach dem Abbau von rund 60.000 Stellen zwischen 2005 und 2015 jetzt 6000 neue zivile und militärische Stellen bis zum Jahr 2025 schaffen. Davon sollen 1500 Stellen im Bereich Cyber-Abwehr und weitere 1500 in der Aufklärung entstehen.