Frankreich will sich besser vor Waldbränden schützen

PARIS (dpa-AFX) -Nach den großen Waldbränden in Frankreich im Sommer will Präsident Emmanuel Macron das Land besser gegen großflächige Feuer wappnen. Man müsse besser vorbeugen, effektiver gegen die Brände kämpfen und die Wälder nachhaltiger gestalten, sagte Macron am Freitag in Paris. Im kommenden Jahr sollen die Feuerwehr- und Rettungskräfte mit 150 Millionen Euro zusätzlich ausgestattet werden. Es soll künftig mehr Personal und mehr Löschflugzeuge geben. In den kommenden zehn Jahren sollten zudem eine Million Bäume in Frankreich gepflanzt werden.

Im Sommer hatte es in Frankreich immer wieder heftige Waldbrände gegeben. Besonders betroffen war die Gegend an der südfranzösischen Atlantikküste bei Bordeaux, wo Feuerwehrkräfte tagelang gegen Brände kämpften. Unterstützung hatte es im August auch aus Deutschland gegeben. Macron sagte, dass diesen Sommer 72 000 Hektar Fläche in Frankreich von den Flammen zerstört wurden. Fast jedes zweite Département sei betroffen gewesen, auch Gebiete, in denen es zuvor selten Waldbrände gegeben hatte.

Einen direkten Zusammenhang zwischen dem Klimawandel und einzelnen Waldbränden nachzuweisen, ist laut Experten schwierig. Fest steht: Durch den Klimawandel gibt es mehr heiße Tage. Hitze allein löst zwar noch keine Waldbrände aus. Aber hohe Temperaturen, Trockenheit, geringe Luftfeuchtigkeit und Wind können das Risiko für Waldbrände steigern. In Südeuropa, dem Norden Eurasiens, in den USA und Australien haben die Wahrscheinlichkeit von Bränden und die verbrannten Flächen wegen des Klimawandels zugenommen. In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Tage mit hoher Waldbrandwarnstufe in Deutschland deutlich gestiegen.