Frankreich verkauft Atommüll-Anlage an China

Während des China-Besuchs von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron haben beide Länder milliardenschwere Wirtschaftsabkommen unterzeichnet. Vorgesehen ist unter anderem der Bau einer Anlage zur Wiederaufbereitung von Atommüll

Frankreich und China haben ein milliardenschweres Abkommen zur Wiederaufbereitung von Atommüll unterzeichnet. Es sieht den Bau einer Anlage durch den französischen Areva-Konzern in China vor und hat nach Angaben vom Dienstag einen Umfang von rund zehn Milliarden Euro. China sagte bei dem Besuch von Präsident Emmanuel Macron zudem das Ende des langjährigen Embargos gegen französisches Rindfleisch zu.

Der Bau der Wiederaufbereitungsanlage soll 2020 beginnen. Das geht aus der Absichtserklärung hervor, die in Anwesenheit Macrons und des chinesischen Staatschefs Xi Jinping unterzeichnet wurde. Der Vertrag zwischen Areva und seinem chinesischen Partner CNNC soll im Frühjahr besiegelt werden.

Macron sagte, die Regierung in Peking wolle zudem innerhalb von sechs Monaten das Rindfleisch-Embargo aufheben. Es war 2001 in der Krise um den sogenannten Rinderwahn BSE verhängt worden.

Macrons dreitägiger Chinabesuch geht am Mittwoch zu Ende. Der Präsident wird von einer Delegation von mehr als 50 Unternehmenschefs begleitet, darunter auch die des Flugzeugbauers Airbus und der Warenhauskette Auchan.