Frankreich schafft beliebte E-Bike-Prämie wieder ab

Fahrer eines E-Bikes in Biarritz

Die neue französische Regierung schafft die beliebte Prämie für den Kauf von Elektro-Fahrrädern wieder ab. Haushaltsminister Gérald Darmanin erklärte am Donnerstag in Paris, der Zuschuss von bis zu 200 Euro werde ab dem kommenden Februar gestrichen. "Es ist nicht Sache des Staates, das Elektro-Fahrrad zu subventionieren", sagte Darmanin.

Die Prämie ist bei Radfahrern beliebt: Die Regierung schätzt, dass bis zu ihrer Abschaffung rund 250.000 Räder verkauft werden. Den Zuschuss gibt es seit Februar. Die abgewählte sozialistische Regierung wollte damit den Umweltschutz fördern und zur Verkehrsberuhigung in Ballungsräumen wie Paris beitragen.

Bisher übernimmt der Staat 20 Prozent des Kaufpreises für ein E-Bike bis zu einem Betrag von 200 Euro. Gezahlt werden die Zuschüsse vor allem für Neufahrräder mit modernen Lithium-Ionen-Akkus, ältere Antriebe auf Blei-Basis sind ausgenommen.

In Deutschland fordern Fahrradverbände bisher vergeblich eine staatliche Kaufprämie. Auch der Bundesrat hatte im Herbst Anreize für E-Bikes ins Gespräch gebracht, die Bundesregierung unterstützte dies bisher jedoch nicht. Die französische Regierung setzt nun darauf, dass die Kommunen und Regionen ihre Zuschüsse für Räder mit Elektroantrieb ausbauen.