Frankreich hat mehr als tausend Afghanen aus dem Land gebracht

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Ein Evakuierungsflug an der französischen Luftwaffenbasis Al-Dhafra

Frankreich hat nach Regierungsangaben "mehr als tausend Afghanen" seit der Machtübernahme der Taliban ausgeflogen. Zudem seien "fast 100 französische Staatsbürger und rund 40 Bürger aus Partnerländern" seit Mitte August von Kabul aus in Sicherheit gebracht worden, teilten das französische Außen- und Verteidigungsministerium am Montag in einer vorläufigen Aufstellung mit.

Außenminister Jean-Yves Le Drian und Verteidigungsministerin Florence Parly wollten sich auf der französischen Luftwaffenbasis Al-Dhafra in den Vereinigten Arabischen Emiraten ein Bild von der Lage machen. Dort waren bisher sieben Evakuierungsflüge der französischen Luftwaffe zwischengelandet, bevor sie die Menschen weiter nach Paris brachten.

Le Drian und Parly wollen bei ihrem Besuch nach Delegations-Angaben Militärs sowie Diplomaten treffen, die mit den Evakuierungen betraut sind. Zudem wollen sie den Emiraten bei einem Treffen mit Kronprinz Scheich Mohammed bin Sajed al-Nahjan "für ihre Unterstützung danken".

Außenminister Le Drian hatte der Zeitung "Journal du Dimanche" gesagt, für das Ausfliegen der Menschen blieben nur noch wenige "Tage oder Wochen". Die USA wollen ihre Truppen bis zum 31. August vollständig aus Afghanistan abziehen. Die westlichen Partnerländer sind auf die US-Soldaten angewiesen, um den Flughafen Kabul zu sichern.

lob/ck

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