In Frankreich gilt Impfpflicht für Pflegepersonal und Feuerwehrleute

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Ein Impfzentrum in Frankreich (AFP/SEBASTIEN BOZON)

In Frankreich gilt seit Mittwoch eine Corona-Impfpflicht für Pflegepersonal und Feuerwehrleute. Etwa 2,7 Millionen Mitarbeiter von Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen, Pflege- und Rettungsdiensten sowie der Feuerwehr müssen nun mindestens mit einer Dosis geimpft sein. Vom 15. Oktober an ist eine doppelte Impfung nötig. Wer sich nicht daran hält, soll vom Dienst suspendiert werden und kein Gehalt mehr bekommen.

Voraussichtlich wird es nur in wenigen Fällen soweit kommen. In Altenheimen sind derzeit etwa 90 Prozent des Personals geimpft. Bei den privaten Altenheimen wird damit gerechnet, dass sich ein bis zwei Prozent der Mitarbeiter nicht impfen lassen wollen. Dort könnten etwa 3000 Arbeitsverträge suspendiert werden. In den Krankenhäusern haben etwa 88 Prozent des Personals die erste Impfdosis erhalten. Auch dort geht man von ein bis zwei Prozent Impfgegnern aus.

Präsident Emmanuel Macron hatte die Impfpflicht vor zwei Monaten angekündigt. Gesundheitsminister Olivier Véran betonte, dass es bei verdächtigen ärztlichen Attesten, die Betroffene von der Impfpflicht befreien, Kontrollen geben werde.

Gegen die Regelung waren in den vergangenen Wochen zehntausende Franzosen auf die Straße gegangen. Die Zahlen sind jedoch seit einigen Wochen rückläufig. Zu einer Demonstration vor dem Gesundheitsministerium, zu dem die Gewerkschaft CGT aufgerufen hatte, waren am Dienstag nur mehrere hundert Menschen gekommen.

Umfragen zufolge befürworten bis zu drei Viertel der Franzosen die Impfpflicht für das Gesundheits- und Pflegepersonal. Insgesamt sind inzwischen etwa 70 Prozent der französischen Bevölkerung geimpft.

kol/mid

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