Frankreich fürchtet vierte Corona-Welle mitten im Sommer

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Ein Mädchen wird in Paris geimpft

Frankreich fürchtet in der Corona-Pandemie "eine schnelle vierte Welle". Die hochansteckende Delta-Variante könne den Franzosen "den Sommer verderben", warnte Regierungssprecher Gabriel Attal am Mittwoch nach der wöchentlichen Sitzung des Corona-Kabinetts unter Leitung von Präsident Emmanuel Macron. Die Regierung prüft deshalb eine Impf-Pflicht für das Gesundheitspersonal und neue Auflagen für nicht Immunisierte.

Nach Angaben Attals ist die Delta-Variante in Frankreich inzwischen für mehr als 40 Prozent der Neuinfektionen verantwortlich. Ihr Anteil habe sich seit Mitte Juni jede Woche verdoppelt. Im Pariser Großraum ist die Zahl der Neuinfektionen wieder über den Alarmwert von 50 pro 100.000 Einwohnern gestiegen. Viele Neuinfektionen gibt es laut Attal auch in der Bretagne sowie der Region Provence-Alpes-Côte-d'Azur, wo in Cannes am Dienstag die Internationalen Filmfestspiele eröffnet worden waren.

Am Montag will die Regierung über neue Auflagen wie eine Impf-Pflicht für Gesundheits- und Pflegekräfte beraten. Bisher sind nur rund 37 Prozent der französischen Bevölkerung vollständig geimpft. Zudem könnte Frankreich den Besuch von Restaurants oder bestimmten Geschäften erstmals an die Vorlage eines "Gesundheitspasses" koppeln, der Auskunft über eine Impfung oder einen Negativ-Test gibt. Dieser ist bisher nur bei Veranstaltungen mit mehr als tausend Teilnehmern Pflicht.

lob/noe

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