Eine Frankfurterin legte auf Ebay die Basis für ihr Multimillionen-Unternehmen — ihre Strategie ist verblüffend einfach

Valentina Resetarits
Zoe Boikou

Es gibt Unternehmer, für die ist Wirtschaft wie ein Showbusiness. Sie müssen sich und ihr Produkt möglichst laut und mit viel Effekthascherei anpreisen.

Und dann gibt es Zoe Boikou. Ruhig und bedacht betritt sie die Bühne beim Luxury Business Day, einer Konferenz für Luxusgüter, und spricht ganz bescheiden über ihr Unternehmen Zoeva. Sie schafft es — trotz der heißen Temperaturen, die an diesem Morgen in München herrschen — dass mehrere hundert Journalisten und Luxus-Vertreter ihr Gemurmel einstellen und zuhören. Denn sie spricht mit einer solchen Authentizität und Verständlichkeit, dass man ihr einfach folgen muss.

Sie erzählt von dem Tag, als sie vor dem Problem stand, keine ordentlichen Schminkpinsel zu haben. Sie erzählt von den handgemachten chinesischen Schminkpinseln, mit denen sie bei eBay zum Powerseller aufstieg. Und von dem Moment, als sie erstmals in einer leeren Lagerhalle stand, nachdem sie beschloss, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Und von dem Anruf, den sie von der Drogeriekette Douglas bekam, die ihre Produkte ins Sortiment nehmen wollte.

Wenn Zoe Boiku über ihre Kosmetik spricht, dann hat man das Gefühl, es handelt sich dabei nicht um irgendein Produkt, sondern um ihr Herzblut. Auch wenn ihr Unternehmen Zoeva in diesem 40 Millionen Umsatz machen wird und bereits mehr als 70 Mitarbeiter hat — in ihren Worten klingt all das, was sie macht, als wäre es das Selbstverständlichste der Welt. Sie ist eine jener Unternehmer, die so sehr an ihr Produkt geglaubt haben, dass es nur ein Erfolg werden konnte.

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