Frankfurter Wohnungsbaugesellschaft ABG will im Umland rund 1000 Wohnungen bauen

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Beim Bau von Wohnungen über die Stadtgrenzen hinaus macht Frankfurt nach den Worten von Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) gute Fortschritte. Die Frankfurter Wohnungsbaugesellschaft ABG zwinge keiner Kommune etwas auf, sagte der SPD-Politiker und Aufsichtsratsvorsitzende des Unternehmens am Mittwoch bei der Vorstellung der Bilanz. Jede Umland-Kommune könne selbst entscheiden, ob die von der ABG gebauten Wohnungen frei finanziert oder öffentlich gefördert sein sollen.

Die städtische ABG hat in den vergangenen Jahren rund 500 neue Wohnungen in Offenbach, Friedberg, Mörfelden-Walldorf und Sulzbach errichtet. Weitere 1000 Wohnungen sollen bis 2021 im Umland gebaut werden. Insgesamt baut die ABG in den kommenden fünf Jahren über

10 000 Wohnungen bei Investitionen von 2,8 Milliarden Euro - nach eigenen Angaben bundesweit eines der größten Projekte einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft.

Mit ihrem Bestand von mehr als 51 000 Wohnungen und Gewerbeflächen hat die ABG 2016 einen Jahresüberschuss von 77,6 Millionen Euro erzielt. 8,3 Millionen aus dem Gewinn erhält die Stadt Frankfurt. Der Betrag wurde wegen des Mietpreisstopps um 600 000 Euro reduziert. Vor allem auch auf Betreiben Feldmanns sind bei der ABG, die knapp 50 Prozent Sozialwohnungen hat, die Mieten in den kommenden fünf Jahren eingefroren worden.

Feldmann bezeichnete das die ABG als "Juwel", mit dem es Frankfurt gelingen werde, bezahlbaren Wohnraum in der Stadt zu sichern. Der Quadratmeterpreis bei frei finanzierten Wohnungen der ABG liegt nach deren Angaben bei im Schnitt 7,80 Euro.