Frankfurt Trust verschwindet


Die französisch-deutsche Bank Oddo BHF verschmilzt ihre Fondstöchter Oddo BHF Asset Management und Frankfurt Trust. Unter der Marke Oddo BHF Asset Management werden künftig 61 Milliarden Euro Kundengelder gemanagt. Das teilen beide Vermögensverwalter mit. Wenn die Finanzaufsicht Bafin und der Betriebsrat zustimmen, ist der Zusammenschluss für das erste Halbjahr 2018 geplant. Der Name Frankfurt Trust verschwindet damit.

Die Zusammenführung werde den Kunden einzigartige Anlagechancen eröffnen, „denn die Verschmelzung ermögliche die Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen noch weiter zu optimieren“, sagt Nicolas Chaput, Vorstandschef von Oddo BHF Asset Management. Als Ziel nennt Chaput, „die Anlagestrategien wie auch die Talente beider Unternehmen zu bewahren und weiterzuentwickeln“. Karl Stäcker, Sprecher der Geschäftsführung von Frankfurt Trust ergänzt, dass der Zusammenschluss ein „sehr guter und richtiger Schritt für die Kunden“ sei. Mit dem Schritt endet ein längeres Kapitel der Unsicherheit für Kunden und Mitarbeiter von Frankfurt Trust, die als Fondstochter in den Jahren ab 2004 wechselnde Eigentümer ihrer Mutterbank BHF Bank durchlebte, bevor die französische Oddo die Bank 2015 kaufte.


Die neue Oddo BHF Asset Management verwaltet nach eigener Angabe künftig mehr als 61 Milliarden Euro in Deutschland und Frankreich. Knapp 45 Milliarden Euro kommen von Oddo BHF Asset Management, demnach gut 16 Milliarden Euro von Frankfurt Trust. 70 Prozent des verwalteten Vermögens stammen von Institutionellen Kunden. Das Haus verwaltet je rund 20 Milliarden Euro in Aktien und Renten, 12 Milliarden in gemischten Produkten und eine Milliarde in alternativen Strategien. Für rund zehn Milliarden Euro Vermögen erledigt das Haus die technisch-buchhalterische Verwaltung für andere Vermögensmanager.