Francesco Bagnaia hat klares Ziel: "Ich will 2021 ins Ducati-Werksteam"

Gerald Dirnbeck

Nach seiner schwierigen Rookie-Saison hatte sich Francesco Bagnaia für 2020 viel vorgenommen. Im Pramac-Team hat der Moto2-Weltmeister von 2018 nun das gleiche Motorrad wie Teamkollege Jack Miller und wie Andrea Dovizioso und Danilo Petrucci zur Verfügung. Im Vorjahr fuhr Bagnaia noch eine GP18 von 2018.

"Das vergangene Jahr war sehr schwierig für mich. Ich habe viele Fehler gemacht und bin oft gestürzt", blickt der Italiener bei 'MotoGP.com' zurück. "Es war sehr schwierig, schnell zu sein. Im letzten Teil der Saison war ich dann schneller, denn ich verstand besser, wie ich die Ducati fahren muss."

Highlight war der vierte Platz in Australien. Bagnaia beendete die Saison als WM-15. Damit war er hinter Fabio Quartararo und Joan Mir der drittbeste Rookie. In der Moto2 hatte er beide noch im Griff gehabt. In der Königsklasse spielt das Material eine größere Rolle. Mit dem aktuellen Werksbike rechnet sich Bagnaia deshalb deutlich mehr aus.

Schon immer davon geträumt, für Ducati zu fahren

"Der erste Test in Malaysia war seltsam, denn das Motorrad war ganz anders. Zwei der drei Tage habe ich damit verbracht, ein Gefühl für das Motorrad zu finden. Das Bike ist besser und hat ein gutes Potenzial. In Katar war es dann eine andere Geschichte, denn ich war vom ersten Tag an schnell."

Beim Katar-Test schätzte Bagnaia, dass er bei der Rennpace in den Top 7 gewesen wäre. "Mein Ziel ist es, gegen die Werksfahrer zu fahren, denn mein großes Ziel lautet, im nächsten Jahr im Werksteam zu sein", sagt der 23-Jährige klar. "Ich habe schon immer davon geträumt, für Ducati zu fahren. Ich will mit diesem Motorrad schnell sein."

Ducati hat bereits durchklingen lassen, dass man im nächsten Jahr das Werksteam mit Fahrern aus dem eigenen Pool besetzen will. Sollte man nicht mit Dovizioso oder Petrucci weitermachen, dann wären Miller und Bagnaia Kandidaten. Viel wird davon abhängen, ob und wann im Kalenderjahr 2020 noch Rennen stattfinden können.

Bagnaia ist überzeugt, dass er Ducati hinter sich hat: "Ich glaube, Ducati sieht es genauso. Sie haben mich 2018 unter Vertrag genommen, noch bevor ich Moto2-Weltmeister war. Sie glauben an mich." Die Corona-Zwangspause verbringt Bagnaia mit seiner Freundin in Pesaro, ganz in der Nähe der Misano-Strecke.

Um in der Corona-Krise zu helfen, hat er auch eine Spendenaktion für ein Krankenhaus in Turin, wo er geboren ist, ins Leben gerufen. "Sportlich" hat Bagnaia in den vergangenen Wochen auch schon Erfolge gefeiert. Bein zweiten #StayAtHomeGP in Spielberg wies er auf der PlayStation die Konkurrenz in die Schranken. Nach der Pole-Position sicherte sich Bagnaia auch den virtuellen Sieg.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.